Offene Stipendienprogramme / 

Leo Baeck Fellowship

Programmziel

Das internationale Leo Baeck Fellowship Programm richtet sich an Promovierende, die an einer Dissertation im Bereich der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur arbeiten. Projekte aller Epochen, Disziplinen (z.B. Literatur, Philosophie, Geschichte, Kulturwissenschaften) und geographischen Räume (z.B. Europa, Amerika, Israel) sind willkommen.

Neben der finanziellen Unterstützung für ein Jahr bietet das Programm Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch und Vernetzung. Es ist offen für Promovierende aller Nationalitäten und aller Hochschulen weltweit. Die Fellows verbleiben an ihrer jeweiligen Universität und kommen zu zwei Workshops zusammen, die gemeinsam vom Leo Baeck Institut London, dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur und der Studienstiftung organisiert werden.

Das Programm trägt den Namen des Rabbiners Dr. Leo Baeck (1873-1956), der einer der bedeutenden Persönlichkeiten des deutschen Judentums im 20. Jahrhundert war. Die Studienstiftung führt das Programm mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und in inhaltlicher Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London und dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur Simon Dubnow durch.

Programmablauf

Für das akademische Jahr 2026/27 werden bis zu zehn Stipendien vergeben. Die Stipendienlaufzeit beginnt im Oktober 2026 und endet im September 2027. Regelmäßige Tagungen und ein gemeinsames Intranet unterstützen die Geförderten darin, sich ihre Projekte gegenseitig vorzustellen und sich über Methoden und Ergebnisse der Forschung auszutauschen. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Promovierende, die ihre Dissertation an Universitäten in Deutschland erarbeiten und einreichen werden, können nach dem ersten Jahr eine Verlängerung der Förderdauer beantragen, sofern der Studienstiftung entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stehen.           

Finanzielle Unterstützung

Fellows erhalten pro Monat ein Lebenshaltungsstipendium in Höhe von 1.650 Euro sowie eine monatliche Forschungskostenpauschale in Höhe von 100 Euro. Darüber hinaus können Fellows ohne Pflichtmitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung einen 50%igen Zuschuss zu den Kosten beantragen; dieser Zuschuss beträgt maximal 100 Euro pro Monat. Wer mit Kind promoviert oder sich promotionsbedingt zeitweise im Ausland aufhält wird zusätzlich unterstützt. Für Forschungs- und Konferenzreisen ins Ausland können Zuschläge und Fahrtkostenzuschüsse beantragt werden, für Auslandspromotionen Monatszuschläge und ggf. ein Studiengebührenzuschuss bis zu 10.000 EUR pro Kalenderjahr. 

Nebenbeschäftigungen sind in einem genau definierten Umfang mit dem Fellowship kombinierbar: 

  • in Forschung und Lehre an Ihrer Hochschule oder einer vergleichbaren Forschungseinrichtung im Umfang von maximal einem Viertel einer regulären Vollzeitstelle, oder
  • außerhalb von Forschung und Lehre im Umfang von maximal 5 Stunden pro Woche.

Eine Kombination mit Stipendien seitens Dritter ist ausgeschlossen.

Im Einzelnen erfolgt die Förderung gemäß den jeweils aktuellen Richtlinien des BMFTR zur Förderung begabter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • ein deutlich überdurchschnittlicher Hochschulabschluss
  • Erwerb des letzten Hochschulabschlusses nicht vor Februar 2022
  • Zulassung zur Promotion liegt vor
  • ein Promotionsprojekt im Bereich der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur

Eine parallele Bewerbung um ein reguläres Promotionsstipendium der Studienstiftung ist nicht möglich.

Bewerbung

Für die Bewerbung reichen Sie die folgenden Unterlagen in deutscher oder englischer Sprache ein:

  • das ausgefüllte Bewerbungsformular,
  • ein Motivationsschreiben, in dem das Interesse für die Teilnahme am Programm begründet wird (1 Seite),
  • tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zu Bildung, außerfachlichen Interessen und Sprachkenntnissen,
  • Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses mit Einzelnoten der geprüften Fächer,
  • Beschreibung des Forschungsprojekts (max. 5 Seiten),
  • Zeitplan für das akademische Jahr 2026/27 einschließlich eventueller Forschungsreisen,
  • Empfehlungsschreiben des Betreuers / der Betreuerin der Promotion,
  • ein zweites Empfehlungsschreiben.

Diese Unterlagen erreichen uns in exakt obiger Reihenfolge und zusammengefügt in einem PDF an leobaeck(at)studienstiftung(dot)de  

Nur Empfehlungsschreiben können mit separater E-Mail übermittelt werden. In der Betreffzeile muss dann der Name der Bewerber:in erscheinen.

Nur vollständige Bewerbungsunterlagen werden berücksichtigt. Vielversprechende Kandidaten und Kandidatinnen werden im April/Mai 2026 zu zwei videobasierten Vorstellungsgesprächen eingeladen.

Die Bewerbungsfrist für das akademische Jahr 2026/27 endet am 1. Februar 2026.

Kontakt

Programmleitung

Dr. Peter Antes
Team Promotion
Telefon: +49 (0)228 82096-286
E-Mail: leobaeck(at)studienstiftung(dot)de  

Sekretariat

Martina Lang
Team Promotion
Telefon: +49 (0)228 82096-285
E-Mail: lang(at)studienstiftung(dot)de