Stipendiatisches Engagement für Nachhaltigkeit

Die Förderung der Studienstiftung ist grundsätzlich themen- und fächeroffen – sei es mit Blick auf Studien- oder Promotionsvorhaben, sei es mit Blick auf das gesellschaftliche Engagement von Stipendiatinnen und Stipendiaten. Gleichwohl lassen sich besondere thematische Schwerpunkte identifizieren, auf die zahlreiche Geförderte ihr wissenschaftliches Interesse oder ihre ehrenamtliche Aktivitäten ausrichten – darunter der Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

In den folgenden Interviews erhalten Sie beispielhaft Einblicke, was Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihrem Engagement für Umweltschutz antreibt, welche Ziele sie sich setzen und wie sie diese erreichen. Die hier vorgestellten Initiativen beeindrucken dabei nicht zuletzt durch vielfältige und innovative Lösungsansätze sowie durch die Tatkraft, mit der diese Ansätze umgesetzt und vorangetrieben werden:

So realisierte beispielsweise eine Stipendiatin und Studentin der Biochemie in Bremen ein alternatives Grünflächenmanagement auf ihrem Uni-Campus, um die Artenvielfalt zu erhöhen. Ein Promotionsstipendiat aus Jena setzt sich in einer rechtsvergleichenden Analyse mit den „Eigenrechten der Natur“ auseinander. Stipendiatinnen und Stipendiaten in Hamburg bieten rechtlichen Rat zu klimarelevanten Themen an.

Lassen Sie sich von den Initiativen und Forschungsprojekten inspirieren und unterstützen Sie die Geförderten mit Ihrem Knowhow, Ihrer Zeit, Ihrem Netzwerk oder auch Spenden.

Wenn Sie ein eigenes Projekt vorstellen möchten und hierfür Mithelfende oder Vernetzung und Austausch suchen, laden wir aktuell und ehemalig Geförderte zudem herzlich ein, den „Arbeitskreis Nachhaltigkeit“ im Forum Studienstiftung zu nutzen. Hier finden Sie auch wissenschaftliche Hintergründe und Tipps zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit alphabetisch sortiert von A bis Z.

Interviews

Antonia Otte: „Wir erhöhen die Artenvielfalt auf unserem Campusgelände“

Der Verlust von Habitaten gilt als einer der wichtigen Gründe für das Artensterben. Antonia Otte entwickelt Ideen für ein alternatives Grünflächenmanagement auf dem Campus ihrer Universität.

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Athina Ntefidou: „Es wird viel zu viel nicht kompostierbarer Müll in die Natur geworfen. Ein Wahnsinn, was wir alles aus dem Busch ziehen“

Die Stipendiatin Athina Ntefidou organisiert einmal im Monat Müllsammelaktionen in Mainz. So konnten viele Dutzend Säcke Plastik- und Sperrmüll aus Sträuchern und Wiesen entfernt werden. Von verrosteten Dosen bis zu Elektroschrott und alten Masken ist alles dabei.

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Leona Klanck und Mirjam Bourgett: „Die Klimakrise steht nicht ausreichend auf dem Lehrplan, deshalb unterstützen wir Schulen und Universitäten im Bereich Klimabildung mit Bildungsformaten“

Für Klimabildung ab der Grundschule engagieren sich die Stipendiatinnen Leona Klanck und Mirjam Bourgett. Beide engagieren sich in der „Public Climate School“ und entwickeln einmal im Semester eine hybride Klimabildungswoche für alle.

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Anna Sach: „Junge Menschen berichten, wie sie die Einschränkungen der Corona-Pandemie und die Auswirkungen der Klimakrise erleben“

Anna Sach möchte vielfältige Perspektiven von jungen Menschen in die Klassenzimmer bringen. Im zweiwöchigen Online-Schulprojekt „Perspectives from the Global South on Corona and Climate Crisis” teilen Freiwillige aus mehreren Kontinenten ihre Erfahrungen mit der Klimakrise. Dieses Material können Lehrkräfte in ihrem Unterricht verwenden.

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Florian Koch: „Wir brauchen zukunftsfähige Formen des Wirtschaftens“

Ob Schneiderei, Co-Working oder Landwirtschaft: Mit neuen Ansätzen für eine nachhaltige und solidarisch organisierte Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen befasst sich der Promotionsstipendiat Florian Koch. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau von Vertrauen und die direkte Beziehung zwischen Produzent:innen und Verbraucher:innen.

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Helene Garre: „Wir motivieren Studierende ab dem ersten Semester in Baden-Württemberg, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen“

Durch Vernetzung Kräfte bündeln: Die Stipendiatin Helene Garre zeigt Studierenden Möglichkeiten auf, wie sie sich ab Studienbeginn in Nachhaltigkeitsinitiativen an ihrem Hochschulstandort einbringen können. Das Ziel der „Erstsemesterakademie BaWü zukunftsfähig“: Studierende begeistern, sich ab dem ersten Semester mit Nachhaltigkeit zu befassen.

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Jil Wendt: „Wir unterstützen Kliniken dabei, ihren Speiseplan für eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu optimieren“

Die Stipendiatin Jil Wendt möchte Kliniken dabei begleiten, ihr Speiseangebot zu optimieren. Ziel des Projekts „INGE“ ist es, eine gesunde und nachhaltige Ernährung während eines Krankenhausaufenthalts und damit auch Genesungsprozesse zu fördern, so die Studentin der Humanmedizin.

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Johanna Jetter: „Wir setzen uns für gelebte Demokratie und Partizipation ein“

Die Stipendiatin Johanna Jetter setzt sich unter dem Motto „Klima-Mitbestimmung JETZT“ dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger in klimapolitische Entwicklungen einbezogen werden. Hierbei soll die Einrichtung eines Bürgerrats helfen, in dem vielfältige Perspektiven zusammenkommen.

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Julia Krüger: „Ich möchte den Ausbau dezentraler Wertschöpfungsketten unterstützen“

Julia Krüger unterstützt den Aufbau dezentraler Wertschöpfungsketten: Im Landkreis Wardha im zentralindischen Bundesstaat Maharashtra unterstützt sie im Rahmen eines Projekts den Bau von Handwebstühlen aus Holz und entwickelt Webtrainings.

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Niklas Krüger: „Ich möchte daran mitwirken, das Leben im Stadtquartier möglichst nachhaltig zu gestalten“

Der Stipendiat Niklas Krüger befasst sich in Hannover mit der Entstehung eines nachhaltigen Stadtquartiers und nachhaltiger Versorgung mit Lebensmitteln. Der Umweltnaturwissenschaftler entwickelt ein  Warmgewächshaus für Fischzucht und Pflanzenanbau.

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Baro Vicenta Ra Gabbert: „Wir wollen theoretisches juristisches Wissen für Klimaengagement nutzbar machen“

Mit der „Climate Clinic“ verbindet ein Team um Stipendiatin Baro Vicenta Ra Gabbert die Themen Klima und Recht. Die 24-Jährige möchte damit einen Ort aufbauen, an dem Juristinnen und Juristen ihre Fähigkeiten für Klimagerechtigkeit einsetzen und ihr Wissen für die Zivilgesellschaft verständlich aufbereiten.

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Jasper Mührel: „Ich beschäftige mich in meiner Dissertation mit der Idee, der Natur eigene Rechte zu verleihen“

Schutz für Tiere, Natur und Ökosysteme: Jasper Mührel setzt sich in einer rechtsvergleichenden Analyse mit den Eigenrechten der Natur auseinander. Der Doktorand der Rechtswissenschaft forscht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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Marie Mehlfeldt und Lukas Bogner: Wie sich Nachhaltigkeit in Hochschulgremien verankern lässt: „Veränderung geht nur durch Zusammenarbeit“

Von der Fahrradreparaturstation und klimafreundlichen Gerichten in der Mensa bis zur Entwicklung eines Klimaschutzkonzepts für die Uni: Lukas Bogner und Marie Mehlfeldt möchte dazu beitragen, ihre Universitäten nachhaltiger zu gestalten. Hier sprechen sie über ihr Engagement, das Thema Nachhaltigkeit in den Gremien ihrer Hochschulen zu verankern. Dabei setzen sie auf Zusammenarbeit.

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Maren Kropfeld: „Unsustainable consumption is a central cause for the deterioration of the global environment“

Wie können neuartige Geschäftsmodelle das Konsumverhalten verändern und weniger ressourcenintensive Verbrauchspraktiken fördern (etwa: Reparieren)? Die Doktorandin Maren Kropfeld forscht im Bereich Ökologische Ökonomie an der Universität Oldenburg. Das Interview wurde auf Englisch geführt, der Arbeitssprache der Dissertation und aller Teil-Projekte.

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Lukas Hamm: „Die Verschmutzung der Gewässer, etwa durch Überdüngung, ist ein großes Problem“

Wie können Beeinträchtigungen in Gewässern frühzeitig erkannt werden? Ein Verfahren zur automatisierten Untersuchung von Gewässerproben entwickelt der Stipendiat und Nachwuchschemiker Lukas Hamm. Mit seinem neuartigen optischen Messverfahren sollen im Wasser vorkommende Stoffe und Ionen schnell und kostengünstig mit analysiert werden können.

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