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Porträt

Sandra Haas

Bioingenieurwesen

Karlsruher Institut für Technologie

Sandra studiert im 6. Semester Bioingenieurwesen am KIT in Karlsruhe. Sie wurde 2012 über eine Selbstbewerbung in die Studienstiftung aufgenommen und berichtet über ihre Erfahrungen mit diesem Zugangsweg.

Wie sind Sie auf die Selbstbewerbung aufmerksam geworden?

Vor dem Studium war ich schon bei mehreren Förderprogrammen für Schüler in den Naturwissenschaften. Dort lernte ich viele meiner heutigen Freunde kennen und einige davon haben bereits vor mir ein Stipendium bekommen. Später gab es dann an meiner Schule eine Infoveranstaltung für Abiturienten, bei der auch eine Stipendiatin der Studienstiftung etwas über ihr Studium und ihr Stipendium berichtet hat. Entgegen meiner bisherigen Vorstellung, dass man unbedingt zu den besten seines Jahrgangs gehören muss und nur von der Schulleitung vorgeschlagen werden kann, erfuhr ich dabei von der Möglichkeit sich selbst zu bewerben und meine Freunde ermutigten mich dazu, es doch einfach mal zu versuchen. Anschließend informierte ich mich noch im Internet und auf einer Infoveranstaltung meiner Universität. Danach entschied ich mich dann endgültig dafür, mich bei der Studienstiftung zu bewerben und mein Glück zu versuchen.

Was bedeutet Ihnen das Stipendium der Studienstiftung?

Mir persönlich bietet das Stipendium viele Chancen, wobei die ideelle Förderung gleichbedeutend mit der finanziellen Förderung ist. Durch die finanzielle Förderung kann ich durch einen zusätzlichen Nebenjob mein Studium komplett selbst finanzieren, was natürlich ein tolles Gefühl ist. Außerdem lernt man auf verschiedenen Veranstaltungen, Akademien und Exkursionen am Hochschulort und in ganz Deutschland viele interessante Studenten aller Fachrichtungen kennen, was im normalen Unialltag eher schwieriger ist. Daher habe ich mich auch ein Jahr lang als Stipendiatensprecherin an meinem Hochschulort engagiert, wo ich sehr viele engagierte Stipendiaten kennenlernen durfte und wir mit viel Spaß verbunden Veranstaltungen und Exkursionen organisiert haben.

Beschreiben Sie kurz den Test aus Ihrer Sicht?

Für den Test selbst wird man zusammen mit anderen Bewerbern in ein Testzentrum eingeladen, bei mir war es glücklicherweise in meiner Universitätsstadt. Dort bearbeitet dann jeder für sich die Aufgaben an einem PC. Es werden verschiedene Formen von Aufgabenstellungen geprüft, die von sprachlicher Kompetenz über räumliches Vorstellungsvermögen zu Text- bzw. Diagrammverständnis reichen. Prinzipiell werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, alle Aufgaben sind mit den Informationen aus dem Test lösbar. Die Fragen variieren von sehr einfach bis hin zu wirklich knifflig, aber man muss auch wirklich nicht alles richtig haben um zum Seminar eingeladen zu werden. Selbst wenn man, in einem der Teilgebiete nicht so gut abschneidet, kann man das durch die anderen Teilbereiche wieder ausgleichen, da nur die Gesamtpunktzahl entscheidet.

Welche Tipps haben Sie für den Auswahltest?

Als wichtigstes: Man kann nichts verlieren, also einfach anmelden und sein Glück versuchen! Macht euch nicht verrückt, es ist nur ein Test (auch wenn er immerhin vier Stunden geht). Wenn man anschließend zum Seminar eingeladen wird ist das natürlich super, aber auch ansonsten hat man eine interessante Erfahrung gewonnen. Eine gewisse Vorbereitung ist allerdings nicht schlecht, am besten startet man erstmal mit dem Demo-Test auf der Homepage, damit ihr wisst wie die Fragen aufgebaut sind, dann könnt ihr natürlich mit kostenlosen Tests im Internet noch etwas üben.

Stand: September 2014