Geförderte / 

Berichte

Felix Lorenz, Anna Reinöhl & Victor Höffler: „Wir konnten schnell offen und vertrauensvoll diskutieren, und alle haben sich aktiv eingebracht – selbst nach langen Tagen"

Felix Lorenz, Victor Höffler und Anna Reinöhl haben im Rahmen von Stipendiat:innen machen Programm (SmP) die Exkursion „Almosen oder Augenhöhe: Was kann deutsche Entwicklungszusammenarbeit leisten?“ nach Kenia und Tansania organisiert. Hier berichten Sie von Ihrer Erfahrung.

Wir haben uns auf einer Sommerakademie in Rot an der Rot kennengelernt, in einer Arbeitsgruppe zu kolonialen Kontinuitäten. Es ging dabei oft um Entwicklungszusammenarbeit, wirklich greifbar wurde dieses schwierige Thema jedoch nicht. Es erschien uns aber sehr relevant, weil viele aktuelle Themen hier zusammenkommen – von Kolonialgeschichte über globale Machtstrukturen bis hin zu volkswirtschaftlichen Fragen. Um die Teilnahme bei unserer SmP-Exkursion haben sich 101 Stipendiat:innen beworben, von denen wir zwölf einen Platz zusagen konnten. Die meisten hatten bereits erste Erfahrungen mit Entwicklungszusammenarbeit gemacht, wodurch die Diskussionen sehr lebendig wurden. Außerdem konnten wir viele unterschiedliche Themen durch die Inputs der Teilnehmenden abdecken, was rückblickend ein wichtiger Bestandteil der Lernerfahrung war. Insgesamt war das gemeinsame Lernen innerhalb unserer Exkursionsgruppe eine tolle Erfahrung: Wir konnten schnell offen und vertrauensvoll diskutieren, und alle haben sich aktiv eingebracht – selbst nach langen Tagen.

Wir sind nach Ostafrika gereist, um die Perspektiven lokaler Akteur:innen auf Entwicklungszusammenarbeit kennenzulernen. Etwa die Hälfte unserer Gesprächspartner:innen, darunter Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Politiker:innen, kam aus dem lokalen Kontext. Die Gespräche waren manchmal herausfordernd, weil wir nicht immer gut vermitteln konnten, was unsere Rolle und Zielsetzung ist. Uns wurde aber oft mit großer Offenheit begegnet, was uns viele spannende Einblicke ermöglicht hat. Besonders interessant waren dabei die Meinungen zur Rolle Chinas, die gerade in Kenia oft differenzierter betrachtet wurde als in Deutschland.