© David Ausserhofer

Das Jahr 2018 im Überblick

1. Neuwahl des Kuratoriums

Im Januar 2018 wurden für die Amtsperiode 2018 bis 2022 zehn Persönlichkeiten in das Kuratorium der Studienstiftung zugewählt. Den Kuratoriumsvorsitz übernahm der Bildungsforscher Manfred Prenzel. Erika Fischer-Lichte, die dem Kuratorium 14 Jahre lang vorstand, wurde für ihre außergewöhnlichen Verdienste mit der Daidalos-Medaille der Studienstiftung geehrt.

2. Forschungsprojekt zu den Auswirkungen der NS-Zeit auf die Studienstiftung

Die Studienstiftung wurde 1925 gegründet, 1934 aufgelöst und 1948 wiedergegründet. Ein unabhängiges historisches Aufarbeitungsprojekt soll nun personelle wie institutionelle Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Studienstiftung über die historischen Zäsuren von 1933 und 1945 hinweg untersuchen.

3. Vertrauensdozentenamt: Weiterentwicklung und Profilschärfung

Ein rund anderthalbjähriger, breit angelegter Konsultationsprozess hat die individuelle Begleitung und Beratung von Geförderten als vorrangige Aufgaben von Vertrauensdozentinnen und -dozenten akzentuiert. Zudem wurde vereinbart, dass mit dem Amt bislang verbundene administrative Aufgaben, wo immer dies möglich und gewünscht ist, von der Geschäftsstelle übernommen werden.

4. Zusätzliche Zugangswege für studierende Geflüchtete

Rund 100 studierende Geflüchtete konnten 2018 dank neuer Kooperationen mit vom DAAD geförderten Integra-Projekten sowie mit dem TestDaF-Institut zusätzlich an Auswahlseminaren der Studienstiftung teilnehmen. Eine Stipendienzusage erhielten 28 von ihnen.

5. Neu: Exposé-Stipendien zur Vorbereitung anspruchsvoller Promotionsprojekte

Dank der finanziellen Unterstützung des Stifterverbands konnte die Studienstiftung 2018 erstmals bis zu 30 Exposé-Stipendien vergeben. Diese eröffnen exzellenten Stipendiatinnen und Stipendiaten die Chance, sich auf die Konzeption eines eigenständigen, anspruchsvollen Promotionsprojekts zu konzentrieren und Kooperationspartner und Arbeitsumgebungen auch jenseits des bisherigen Studienumfelds in Deutschland oder international zu erschließen.

6. Neu: ULDERUP-Engagementstipendium für Studierende technischer Fächer

Seit 2018 ermöglichen es zusätzliche Mittel der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik,  ihre fachlichen Kenntnisse für soziale Projekte im Ausland einzusetzen. Gefördert werden bis zu zwölfmonatige Vorhaben in der Phase zwischen Bachelor und Master sowie Aufenthalte während der Semesterferien.

7. Panelbefragungen in Kooperation mit dem DZHW

Die Studienstiftung hat 2018 mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Hannover, ihre Beteiligung an bundesweiten Panelbefragungen von Studienabsolventinnen und -absolventen sowie von (ehemaligen) Promovierenden verabredet. Weiterer Partner im Studienabsolventenpanel ist das Institut für angewandte Statistik in Kassel. Angelegt sind die Panels auf zehn und 15 Jahre.

8. „Mobilität neu denken“ mit dem Max Weber-Programm Bayern

Seit sechs Jahren setzt das Max Weber-Programm in jedem Jahr einen inhaltlichen Schwerpunkt, um so aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen im Bildungsprogramm zu verankern. Das Jahresthema 2018 „Mobilität neu denken“ bot den Rahmen, um in verschiedenen Veranstaltungsformaten ökologische, soziale, ökonomische und technische Herausforderungen etwa des automatisierten Fahrens oder von Mobilität in der Arbeitswelt zu beleuchten.

9. Fields-Medaille für Alumnus Peter Scholze

Die Fields-Medaille, die wichtigste Auszeichnung für Mathematik, ging 2018 an den Alumnus der Studienstiftung Peter Scholze. Nach Gerd Faltings, ebenfalls Ehemaliger, ist Scholze erst der zweite deutsche Mathematiker, dem diese besondere Ehre zuteilwird.

10. Neue Geschäftsführerin für den Verein „Alumni der Studienstiftung e. V.“

Seit dem 1. September 2018 ist Nadine Chmura (Bonn) neue Geschäftsführerin der Alumnivereins, der mittlerweile über 5.000 Mitglieder in über 30 Regionalgruppen hat.