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Die soziale Struktur der Studienstiftung seit 1925

Ludwig, Thomas: "Studenten sind nicht mehr Kinder reicher Leute." Die soziale Struktur der Studienstiftung seit 1925, in: Jahresbericht der Studienstiftung 2009, S. 105-121.


Gründung und Neugründung der Studienstiftung waren Reaktionen auf die existentielle Not, in der sich der akademische Nachwuchs in Deutschland nach den politischen und wirtschaftlichen Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befand.

Angetreten jeweils mit dem Anspruch und Auftrag, eine aus öffentlichen Geldern finanzierte Begabtenförderung mit dem Auswahlkriterium der (finanziellen) Bedürftigkeit zu verknüpfen, musste sich die Studienstiftung zwangsläufig den Herausforderungen des sozialen Wandels stellen, der die sie jeweils tragende Gesellschaft prägte. Von Beginn an wirkte die Studienstiftung dabei in einem Spannungsfeld zwischen der Forderung nach einer kompensatorischen Förderung einerseits und dem Anspruch einer Begabtenförderung der „strikten Observanz“ andererseits, die keinerlei Rücksicht auf die soziale Herkunft und wirtschaftliche Lage potenzieller Stipendiatinnen und Stipendiaten nimmt.

Der Artikel "Die soziale Struktur der Studienstiftung seit 1925" zeichnet nach, wie die Studienstiftung sich in diesem Spannungsfeld positioniert und in welchen Begründungszusammenhängen sie sich dabei bewegt hat. 

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