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Jahresbericht

Der Jahresbericht der Studienstiftung dokumentiert die Aktivitäten des größten Begabtenförderungswerks Deutschlands und stellt die Menschen hinter der Institution vor. Neben Interviews und Berichten enthält er ein Verzeichnis aller Veranstaltungen des vergangenen Jahres sowie der für die Studienstiftung haupt- und ehrenamtlich engagierten Personen. Ein ausführlicher Tabellenteil liefert einen guten Überblick über die „Förderung in Zahlen“.

Der Jahresbericht 2016 erscheint in einer Auflage von 65.000 Exemplaren.

Der Jahresbericht wird an alle Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Ehemaligen der Studienstiftung verschickt. Vertrauensdozentinnen und -dozenten, Auswahlausschussmitglieder, Akademiedozenten und weitere Kooperationspartner erhalten ebenfalls ein Druckexemplar.

Zeitgleich mit der Printausgabe veröffentlicht die Studienstiftung den Jahresbericht auch als PDF.

Das Jahr 2016 im Überblick

1. Erhöhung der Stipendiensätze in der Grund- und Promotionsförderung

Dank der Verbesserungen der Leistungen nach BAföG zum Wintersemester 2016 /17 stieg in der Grundförderung der Studienstiftung das maximale monatliche Grundstipendium zum 1. Oktober von bislang 597 auf 649 Euro. In der Promotionsförderung stieg das Stipendium um 200 Euro pro Monat und liegt jetzt (einschließlich der Forschungspauschale) bei 1.450 Euro.

2. Zusammenführung der bislang parallelen Verfahren für Hochschulvorschläge

2016 tagte letztmalig der „Auswahlausschuss“ der Studienstiftung. Dieser hatte zuletzt noch über rund ein Drittel der Vorschläge von Prüfungsämtern und Hochschullehrern auf der Grundlage von zwei Gutachtergesprächen entschieden. Aus Gründen der Fairness und weil das „Ausschussverfahren“ zunehmend an organisatorische Grenzen stieß, werden nunmehr alle Vorschläge aus Hochschulen einheitlich im Rahmen von Auswahlseminaren behandelt.

3. Erfolgreicher erster Durchlauf des Antragsverfahrens für die Weiterförderung

Die Umstellungen des bisherigen Verfahrens der endgültigen Aufnahme wurden auf der Jahrestagung der Vertrauensdozenten im Januar 2016 erstmals in der Praxis erprobt. Zu den besonders sichtbaren Effekten der Reform gehörte es, dass für das Verfahren rund 2.300 Gutachten von Hochschullehrerinnen und -lehrern weniger eingeholt wurden als dies nach den alten Regeln notwendig gewesen wäre.

4. Gegenseitige Öffnung der Akademien der Studienstiftung und des Max Weber-Programms Bayern

Seit dem Sommer 2016 sind die Akademien der Studienstiftung und des Max Weber-Programms Bayern für die Geförderten beider Institution wechselseitig geöffnet. Die angebotenen Kapazitäten der 138 Arbeitsgruppen auf 19 Akademien konnten hierdurch noch besser als in den Vorjahren genutzt werden, so dass mit insgesamt 2.139 Teilnehmerinnen und Teilnehmern so viele Geförderte wie noch nie von den Angeboten profitierten.

5. Projekt- und Spendenaufruf für Flüchtlinge

Unter dem Motto „Helfenden helfen. Flüchtlingen helfen“ führte die Studienstiftung eine Spendenkampagne zugunsten von stipendiatischen Flüchtlingsprojekten durch. Für eine Unterstützung durch den Spendenaufruf wurden mehr als 120 von Stipendiaten (mit)getragene Projekte vorgeschlagen, dem Spendenaufruf selbst folgten rund 1.000 Personen sowie der Alumniverein der Studienstiftung und spendeten gut 200.000 Euro.

6. Tandemprogramm „an(ge)kommen“

Gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) legte die Studienstiftung ein Tandemprogramm für DAAD-Stipendiaten aus Syrien und Stipendiaten der Studienstiftung auf. Fachlicher und kultureller Austausch sowie Hilfe bei der Orientierung stehen bei den bundesweit 80 Tandems im Fokus.

7. Wissenschaftliche Aktenedition Meinhof, Mahler, Ensslin

Im Herbst erschien die wissenschaftliche Aktenedition Meinhof, Mahler, Ensslin. Die Akten der Studienstiftung des deutschen Volkes, herausgegeben von Professor Dr. Alexander Gallus. Anhand der Publikation ist nun ein quellenbasierter Einblick in die Bildungswege der drei ehemaligen Stipendiaten sowie deren Auswahl und Förderung durch die Studienstiftung möglich.

8. 40 Jahre Karl Schmidt-Rottluff Stipendien

Seit 40 Jahren vergibt die Studienstiftung aus Mitteln der Karl Schmidt-Rottluff Förderungsstiftung ein zweijähriges, postgraduiertes Nachwuchsstipendium für junge bildende Künstler, und seit fast 20 Jahren richtet die Düsseldorfer Kunsthalle eine Preisträgerausstellung der Geförderten aus. Anlässlich des Jubiläums erschien eine limitierte Edition mit Werken der letzten beiden Stipendiatenjahrgänge.

9. 30 Jahre China-Programm

290 Studierenden aus 65 unterschiedlichen Studienfächern ermöglichte das China-Kooperationsprogramm der Studienstiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung seit Mitte der 80er-Jahre vorbereitende Intensivsprachkurse, einjährige Aufenthalte an insgesamt 25 chinesischen Universitäten, Praktika und ausgedehnte Reisen innerhalb Chinas.

10. 25 Jahre Haniel-Stipendienprogramm

Das Kooperationsprogramm der Studienstiftung und der Haniel Stiftung fördert Graduierte aller Fachrichtungen für Studienvorhaben mit wirtschaftlich-unternehmerischem Fokus an Hochschulen im Ausland. In dem sehr nachgefragten Programm erhielten bislang 165 Studierende ein Stipendium.

11. 20 Jahre Vorschlagsrecht für Fachhochschulen

1996 konnten erstmals 25 ausgewählte Fachhochschulen der Studienstiftung sehr gute Studierende für die Förderung vorschlagen. Fünf Jahre später wurde das Vorschlagsrecht auf alle staatlich anerkannten Fachhochschulen ausgeweitet. Im Jahr 2016 lag die Zahl der Geförderten an Fachhochschulen bei 1.005 Studierenden. Auf dem Jubiläumstreffen entwickelten Studierende, Alumni und Vertrauensdozenten an Fachhochschulen vielfältige Vorschläge für die weitere Entwicklung dieses Förderzweigs.

12. Fünf Jahre Botschafterprogramm

Im 2011 gegründeten Botschafterprogramm engagieren sich inzwischen rund 570 Geförderte aus 59 Regionalgruppen für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Im Rahmen einer Tagung in Naumburg tauschten sich rund 60 Botschafterinnen und Botschafter zu ihrer Tätigkeit und deren Weiterentwicklung aus.

13. Der Verein „Alumni der Studienstiftung“ bestellt erstmals eine eigene externe Geschäftsführerin

Bis Ende 2015 hat die Studienstiftung die Vereinsgeschäfte im Auftrag des Vereins geführt. Dank der über 4.700 Mitglieder konnte der Verein jetzt den Schritt in die organisatorische Selbstständigkeit gehen und hat im Juni 2016 mit Sabine Offermann erstmals eine eigene externe Geschäftsführerin bestellt.