Förderung für Doktoranden / 

Bewerbung

Auswahlverfahren für die Promotionsförderung


Laut ihrer Satzung fördert die Studienstiftung "die Hochschulbildung junger Menschen, deren hohe wissenschaftliche oder künstlerische Begabung und deren Persönlichkeit besondere Leistungen im Dienst der Allgemeinheit erwarten lassen". Die Promotionsförderung ist Teil dieses Programms. Hochqualifizierte und gesellschaftlich engagierte Doktorandinnen und Doktoranden können gemeinsam mit dem Betreuer oder der Betreuerin den Antrag auf ein Promotionsstipendium stellen. Studienbegleitende Doktorarbeiten innerhalb des Medizinstudiums werden nicht im Rahmen der Promotionsförderung unterstützt; es gelten die Regeln der Studienförderung. Eine frühere Förderung durch die Studienstiftung ist nicht erforderlich.

Voraussetzungen für den Antrag

  • Der Doktorand / Die Doktorandin wurde an einer deutschen Hochschule, an der die Dissertation auch eingereicht wird, zur Promotion zugelassen; in diesem Fall spielt die Staatsbürgerschaft keine Rolle. In begründeten Fällen können auch Auslandspromotionen gefördert werden; dies setzt bei der Doktorandin/dem Doktoranden die deutsche Staatsbürgerschaft voraus.
  • Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte der letzte Studienabschluss nicht länger als drei Jahre zurück liegen. Vorbereitungsdienste wie Referendariate (z.B. im Anschluss an ein Jura- oder Lehramtsstudium) und Vikariate begründen keine Verlängerung der Frist und auch keine Verschiebung des Zeitpunkts, ab dem sie berechnet wird. Ausnahmen sind Schwangerschaften und nachgewiesene längere Phasen schwerer Krankheit bzw. Arbeitsunfähigkeit.
  • Eine rein ideelle Promotionsförderung ist nur für Bewerberinnen und Bewerber möglich, die bereits im Studium von der Studienstiftung oder im Max Weber-Programm Bayern gefördert wurden. Das Auswahlverfahren ist für alle Bewerber gleich. Liegt von anderer Seite eine Finanzierungszusage der Promotionsarbeit vor, muss diese nach positiv abgeschlossener Bewerbung spätestens 6 Monate nach der Förderzusage aufgegeben werden; andernfalls verfällt die Förderzusage.
  • Die Förderung berufsbegleitender Promotionen ist nicht möglich; dies gilt auch für die oben genannten Vorbereitungsdienste sowie für Fachausbildungen (bspw. Psychologische/-r Psychotherapeut/-in).

Wir erwarten

  • ein wissenschaftlich außergewöhnlich anspruchsvolles und innovatives Dissertationsprojekt, das innerhalb einer Förderdauer von drei Jahren abschließbar ist
  • eine zielführende und dem Projekt sowie der Doktorandin oder dem Doktoranden angemessene Betreuung
  • ein engagiertes und weit überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossenes Studium
  • intensiv verfolgte außerfachliche Interessen und gesellschaftliches Engagement.

Wofür wir stehen, wen und wie wir fördern entnehmen Sie bitte unserem Leitbild.

Auf einen Blick: Auswahlkriterien der Promotionsförderung

Ein Antrag ist jederzeit möglich, es gibt keine Fristen. Die dafür notwendigen Formulare stellen wir zum Herunterladen zur Verfügung.

Verlauf des Auswahlverfahrens

Die Begutachtung erfolgt zweistufig: Im ersten Schritt, der Vorauswahl, wird in der Geschäftsstelle geprüft, ob die formalen Rahmenbedingungen und die Voraussetzungen der Studienstiftung erfüllt sind. Hierzu gehören u.a.:

  • ein engagiertes und weit überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossenes Studium
  • die Unterstützung der Betreuerin oder des Betreuers
  • weiter Interessenhorizont und ein aktives gesellschaftliches oder soziales Engagement

In diesem Stadium wird das Exposé zum Promotionsvorhaben nicht in die Beurteilung einbezogen. Ist ein Antrag in der Vorauswahl erfolgreich, holen wir im nächsten Schritt zwei schriftliche, externe Gutachten ein – ein Fachgutachten und ein Gesprächsgutachten. Grundsätzlich sollten beide Gutachten zur fachlichen und außerfachlichen Qualifikation der Bewerberin oder des Bewerbers sowie zur Qualität und den Rahmenbedingungen des beantragten Promotionsvorhabens Stellung nehmen.

Begutachtung

Um Fachgutachten bitten wir den Dissertationsthemen fachlich nahestehende Gutachter oder Gutachterinnen, die ihre Einschätzungen auf der Basis der schriftlichen Unterlagen formulieren und besonders die fachliche Qualifikation des Bewerbers oder der Bewerberin sowie das vorgelegte Exposé in ihren Gutachten berücksichtigen. Mit dem zweiten Gutachten, dem Gesprächsgutachten, werden Personen betraut, die nicht unbedingt in gleicher Weise fachnah sind. Sie stützen ihre Eindrücke neben den schriftlichen Unterlagen auf ein persönliches Gespräch. Das Gesprächsgutachten äußert sich daher nicht nur zur fachlichen Dimension, sondern geht auch ausführlicher auf die Persönlichkeit des Bewerbers ein.

Wir bemühen uns, bei der Auswahl der Gesprächsgutachter/-innen lange Fahrtwege zu vermeiden; Fahrtkosten können wir nicht übernehmen. Befinden sich Kandidatinnen und Kandidaten zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung im Ausland, prüfen wir gerne, ob Gutachterinnen und Gutachter vor Ort für Gespräche zur Verfügung stehen. In der Regel setzen wir die Bereitschaft der Bewerberinnen und Bewerber voraus, Termine für Auswahlgespräche in Deutschland wahrzunehmen. Da die Gutachten die persönliche Begegnung reflektieren sollen, sind Auswahlgespräche via Telefon oder Skype nicht möglich.

Sobald beide Gutachten vorliegen, wird über den Förderantrag in der jeweils nächsten Sitzung des Doktoranden-Auswahlausschusses beraten und entschieden. Dieser tagt viermal im Jahr. Die Hauptauswahl kann bis zu acht Monate in Anspruch nehmen.

Auf einen Blick: Hinweise für die Begutachtung

Art und Umfang der Antragsunterlagen

Um die Bearbeitungszeiten gering zu halten, bitten wir darum, uns gleich zu Beginn des Auswahlverfahrens sämtliche Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Die Bestandteile eines Stipendienantrags und die notwendigen Formulare sind unten aufgeführt. Wir bitten darum, zwei oder mehr Wissenschaftler/-innen zu benennen, die nach fachlichen Gesichtspunkten als Gutachter/-innen in Frage kommen.

Vorschlagformular für Fachgutachterinnen/Fachgutachter

Hinweise, wer als Fachgutachterin oder Fachgutachter in Frage kommt sowie unsere Befangenheitsregeln, entnehmen Sie bitte dem Vorschlagsformular. Da wir nicht in allen Fällen auf die genannten Gutachtervorschläge zurückgreifen, sollten weder Promotionsbetreuer noch Doktorand zu den genannten Gutachtern im Vorfeld Kontakt aufnehmen.

Alle genannten Unterlagen benötigen wir in zweifacher Ausfertigung – eine Ausfertigung mit Originalunterschriften und eine Kopie. Die Dokumente sollten uns in der unten angegebenen Reihenfolge erreichen. Bitte verwenden Sie keine doppelseitigen Ausdrucke, Heftungen, Klarsichtfolien, Büroklammern oder Bewerbungsmappen.

Alle Unterlagen sollten in einer Sendung per Post an die folgende Adresse gesandt werden:

Studienstiftung des deutschen Volkes
Promotionsförderung
Ahrstraße 41
53175 Bonn

Benachrichtigungen

Nachdem die Vorauswahl abgeschlossen ist, erhalten Sie eine Mitteilung, ob Sie in die Hauptauswahl einbezogen werden oder nicht.

Sobald der Antrag fertig begutachtet wurde, informieren wir darüber, in welcher Sitzung des Doktoranden-Auswahlausschusses über den Antrag entschieden wird.

Nach der Sitzung des Doktoranden-Auswahlausschusses erhalten Sie eine Mitteilung über die Entscheidung Ihres Antrags.

Folgende Unterlagen benötigen wir (in zweifacher Ausfertigung):

  • den ausgefüllten Bewerbungsbogen (Deckblatt der Bewerbung) (Download word-Datei)
  • den Fragebogen für Bewerber/-innen (Download word-Datei / pdf-Datei)
  • den Fragebogen für Erstgutachter/-innen (Download word-Datei / pdf-Datei)
  • optional den englischen Fragebogen für Erstgutachter/-innen (Download word-Datei / pdf-Datei)
  • falls vorhanden, eine Kopie der Betreuungs- oder Promotionsvereinbarung
  • den Lebenslauf der Bewerberin/des Bewerbers sowohl tabellarisch als auch ausformuliert
  • eine Kopie des Abschlusszeugnisses des Bewerbers (bzw. eine vorläufige Bescheinigung) mit sämtlichen Einzelnoten der examensrelevanten Leistungen, Prüfungen und der Abschlussarbeit sowie der gewichteten Gesamtnote
  • falls vorhanden, eine Kopie des Bachelor-Zeugnisses, mit sämtlichen Einzelnoten der examensrelevanten Leistungen, Prüfungen und der Abschlussarbeit sowie der gewichteten Gesamtnote
  • ein Resümee der schriftlichen Examensarbeit (sofern im jeweiligen Fach die Anfertigung einer Abschlussarbeit üblich ist) – auf zwei bis drei Seiten
  • das Exposé des Dissertationsvorhabens, (deutsch oder englisch; maximal 20 Seiten), welches folgende Teile umfassen sollte:
    - Arbeitstitel
    - Abstract (ca. eine halbe Seite)
    - Schlüsselbegriffe, die das Arbeitsgebiet umreißen
    - Einführung
    - Forschungsfrage / Problemstellung / Arbeitshypothese
    - Forschungsstand / eigene Vorarbeiten
    - Methodik / vorläufige Gliederung
    - Zeit- und Arbeitsplan
    - Literaturliste bzw. Korpus der einzubeziehenden Archivalien
  • Vorschlagsformular für Fachgutachter/-innen (Download word-Datei / pdf-Datei)

Checkliste für die Bewerbungsunterlagen zum Download

Zusätzliche Unterlagen – seien es Fortbildungszertifikate, CD-Roms, Referenzschreiben oder Sonderdrucke eigener Publikationen – benötigen wir nicht.

Kann keine Förderzusage gegeben werden, verbleiben die Dokumente für eine Frist von einem halben Jahr bei der Studienstiftung und werden im Anschluss vernichtet. Die Unterlagen werden nicht zurückgesandt.

Ansprechpartner/-innen:
Dr. Guy Tourlamain 

Sollten Sie Fragen zur Promotionsbewerbung haben, wenden Sie sich unter Nennung Ihres Promotionsfaches an folgende Ansprechpartnerin:

Frau Jennifer Lohmer
Telefon: 0228 82096-285
Promotion@studienstiftung.de

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So unterschiedlich ihre Projekte und Hintergründe auch sind, die Herausforderungen ähneln sich. Doktoranden im Gespräch.» Mehr erfahren