Presse / 

Pressemitteilungen

21/05/2013

Studieren in den Metropolen Osteuropas:

Studienstiftung vergibt zwölf Vollstipendien

Bonn, 21. Mai 2013. Sie studieren in St. Petersburg, Krakau, Bishkek und Budapest und absolvieren Praktika, etwa bei einer Zeitung in Kaliningrad, in einer hydrologischen Forschungsanstalt am Aralsee oder einer psychiatrischen Einrichtung in Russland – die zwölf neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten im Osteuropa-Programm der Studienstiftung. In einem zweistufigen Auswahlverfahren konnten sie sich gegen ein starkes Bewerberfeld durchsetzen. Das „Stipendienprogramm Metropolen in Osteuropa“, das die Studienstiftung gemeinsam mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durchführt, zielt darauf, junge Osteuropa-Experten aus allen wissenschaftlichen Studiengängen zu fördern. Seit Programmbeginn im Jahr 2004 stellt die Krupp-Stiftung dafür insgesamt 1,8 Mio. Euro für 124 Vollstipendien zur Verfügung.

„Neben einem kreativen Vorhaben erwarten wir von den Bewerbern, dass sie sich auch langfristig mit Osteuropa beschäftigen möchten“, sagt Martin Schulze Wessel, Professor für die Geschichte Osteuropas und Südosteuropas an der LMU München und langjähriges Mitglied der Expertenkommission. Insgesamt 70 Bewerberinnen und Bewerber hatten 2013 ihre Projekte eingereicht. Neun Frauen und drei Männer konnten die Kommission, die sich aus Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen sowie Osteuropa-Experten aus Politik und Wirtschaft zusammensetzt, bei einem Auswahlseminar in Bonn mit ihren Projektvorhaben und in persönlichen Gesprächen überzeugen. Besonders stark waren die Bewerbungen für Russland: Neun der zwölf neuen Metropolen-Stipendiaten brechen im Herbst zu Studienvorhaben an russischen Universitäten auf.

„Wir sind stolz, dass auch in diesem Jahr wieder viele unterschiedliche Fachrichtungen vertreten waren, von Kunstgeschichte über Jura bis Umwelt-ingenieurwesen“, berichtet Dr. Peter Antes, der in der Geschäftsstelle der Studienstiftung für das Metropolen-Programm zuständig ist. Insgesamt kommen die Geförderten jeweils zu einem Viertel aus den Gesellschafts-, den Geistes-, den Wirtschafts- und den Naturwissenschaften. Anfang November findet ein Treffen der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Ukraine statt, bei dem sie sich ihre Projekte gegenseitig vorstellen.

Die Geförderten können ein Jahresstipendium von bis zu 18.000 Euro für Lebensunterhalt, Sprachkurse, Studiengebühren und Reisen erhalten. Alle neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten werden mit der Zusage auch in die Förderung der Studienstiftung aufgenommen. Der nächste Bewerbungstermin ist der 15. März 2014.

Weitere Informationen unter: www.studienstiftung.de