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27/11/2008

Studieren im Reich der Mitte:

Zehn neue Stipendiaten im China-Programm

Bonn, 27. November 2008. Die Studienstiftung des deutschen Volkes nimmt zehn neue Stipendiaten in das China-Stipendien-Programm auf, das seit 1986 von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanziert wird. Ziel des Programms ist es, besonders begabte Studierende verschiedenster Fächer zu fördern und durch die Kombination aus Auslandsaufenthalt, Sprachkursen und praktischen Erfahrungen auf eine spätere berufliche Tätigkeit mit China-Bezug vorzubereiten. „Immer mehr Hochschulen organisieren Kooperationen mit China“, so Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung. „Die Krupp-Stiftung und die Studienstiftung haben diesen Trend früh erkannt und mit dem China-Programm aufgegriffen.“

Bereits im Mai waren in einer Vorauswahl aus den insgesamt 75 Bewerbungen 20 Kandidaten ausgewählt und zu einem Sprachkurs nach Trier geladen worden. Bei der endgültigen Auswahl am 24. November in Bonn konnten zehn Kandidaten die Kommission überzeugen. Sie studieren ganz unterschiedliche Fächer: Geschichte, Politik, Medizin, Mathematik, Physik, Chemie, aber auch Bio- und Geotechnologie, Technischer Umweltschutz und Wirtschaftsingenieurwesen. Für die neuen Stipen­diaten steht nun ein zweiter Intensivsprachkurs an. Auch in China liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Verbesserung der Sprachkenntnisse, erst im zweiten Semester nehmen die Stipendiaten ihr Fachstudium an einer Eliteuniversität auf. Ein mehrwöchiges Praktikum bei einem chinesischen Unternehmen rundet das Programm ab. Die intensive Förderung bewährt sich: Rund 40% der ehemaligen Stipendiaten haben heute beruflich mit China zu tun oder leben sogar in China.

Pro Jahr werden zehn Stipendien im China-Programm vergeben. Das Programm richtet sich an jüngere Studierende aller Fächer (außer Sinologie). Bewerbungsschluss ist der 30. April. Weitere Informationen unter: www.studenstiftung.de/china.html

Die Studienstiftung hat kürzlich Professor Dr. Berthold Beitz für seine Verdienste um die Förderung begabter junger Menschen mit der Daidalos-Medaille geehrt. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Krupp-Stiftung ist der Studienstiftung seit mehr als 20 Jahren eng verbunden: Das „China-Stipendien-Programm“ und das Programm „Metropolen in Osteuropa“ gehen auf seine Initiative zurück. Insgesamt stellte die Krupp-Stiftung mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung. Auf diese Weise konnten bereits mehr als 600 besonders begabte Studierende mit einem Sprachkurs oder einem Auslandsstipendium in China bzw. Osteuropa gefördert werden.