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15/10/2004

Stipendienprogramm ?Metropolen in Osteuropa?

Bonn, 15. Oktober 2004. „Ein Jahr studieren in Sankt Petersburg: Das ist mein großes Ziel", schwärmt Franziska Davies. Sie studiert im zweiten Semester an der Ludwig-Maximilians-Universität München Osteuropäische Geschichte und Europäische Ethnologie und wird wohl zu den ersten Bewerbern um einen der 15 Stipendienplätze in dem neuen Stipendienprogramm „Metropolen in Osteuropa" gehören. Auf Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ins Leben gerufen, wendet sich das durch die Studienstiftung des deutschen Volkes betreute Programm an Studierende wie Franziska Davies: junge Leute, die mit Neugier und Weltoffenheit in einer osteuropäischen Metropole studieren oder ein wissenschaftliches Vorhaben realisieren wollen. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, dort die Sprache zu lernen, zu studieren und sogar ein Praktikum zu machen.

Zur Entscheidung der Krupp-Stiftung, das Stipendienprogramm einzurichten, sagte Professor Dr. Berthold Beitz, Vorsitzender des Kuratoriums: „Die Krupp-Stiftung engagiert sich seit ihrem Bestehen für Vorhaben in Ost- und Mitteleuropa. Das Stipendienprogramm soll deutsche Studierende zu einem Studienaufenthalt in Osteuropa anregen. Es bietet die Chance, die wissenschaftliche Ausbildung zu vertiefen und an dem neuen Prozess des Kennenlernens und der Verständigung mit unseren europäischen Nachbarn im Osten aktiv teilzunehmen."

Das Stipendienprogramm bietet dem wissenschaftlichen Nachwuchs neue Perspektiven, wie Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung, erläuterte: „Deutsche Studenten gehen traditionell zum Auslandsstudium in den Westen, nach England, Frankreich oder in die USA". Die Erweiterung der Europäischen Union und die wirtschaftliche Entwicklung machten nun das Studium an renommierten Universitäten in Mittel- und Osteuropa interessant. Die beiden Stiftungen wollten gemeinsam einen Beitrag zur europäischen Integration leisten. In Osteuropa böten sich deutschen Studenten hierfür ganz neue Perspektiven. Das Stipendienprogramm ist aus den langjährigen Erfahrungen beider Stiftungen entstanden. Die Krupp-Stiftung stellt für fünf Jahre ein Budget von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können jährlich 15 Stipendien vergeben werden. Die Stipendiaten erhalten einen monatlichen Unterhalt von 750 Euro, einen Zuschuss zu den Studiengebühren, Sprachkurse sowie eine Reisekosten- und Mobilitätspauschale. In der Regel werden einjährige Auslandsaufenthalte gefördert: Zu Beginn steht der intensive Spracherwerb im Mittelpunkt, später das individuelle Studien- oder Forschungsvorhaben. Ein mehrwöchiges Praktikum kann die Auslandserfahrungen abrunden.

Bewerben können sich Studierende aller Fächer, die überdurchschnittliche Studienleistungen nachweisen können. Das Programm richtet sich besonders an jüngere Semester, aber auch eine Spezialisierung fortgeschrittener Studenten – etwa im Rahmen eines Master-Studiums – ist möglich. Das Bewerbungsverfahren ist auch offen für Studenten, die nicht Mitglied der Studienstiftung des deutschen Volkes sind. Gerade für diese Studenten hat das Programm einen zusätzlichen Reiz, denn die erfolgreichen Bewerber werden in die Studienstiftung aufgenommen. Sprachliche Vorkenntnisse sind erwünscht, aber nicht Bedingung. Der Auslandsaufenthalt muss von den Bewerbern selbst vorbereitet werden.

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2005. Unterlagen und Informationen sind erhältlich unter www.studienstiftung.de und ostmetropolen@studienstiftung.de.