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03/03/2011

Schulpraxis im Fokus:

Studienstiftung fördert angehende Lehrer

Bonn, 3. März 2011. Die jüngste Pisa-Studie hat es erneut gezeigt: Unsere Schulen brauchen kluge Köpfe, frischen Wind und neue Ideen. Die Studienstiftung des deutschen Volkes bietet daher seit 2005 das Programm „Lehrer als Beruf“ an, um Stipendiaten in Lehramtsstudiengängen gezielt zu fördern. Mitte Februar fand zum siebten Mal die „Lehrertagung“ in Bad Honnef bei Bonn statt. Sechzig Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Fachrichtungen und Schulformen hatten hier die Gelegenheit zur berufsbezogenen Fortbildung und zum Austausch untereinander.  

Bei der diesjährigen Tagung stand die Schulpraxis im Fokus. Neben Workshops, die von Lehrerausbildern aus verschiedenen Bundesländern geleitet wurden, fand ein Austauschforum mit aktuellen Referendaren und Berufsanfängern statt. Von Unterrichtsmethodiken bis zu den Arbeitsbedingungen an einer Montessori-Schule wurde dabei im Dialog ein breites Spektrum an Themen abgedeckt.  

Wie kann man Schule neu denken und dazu beitragen, dass gute Schule gelingt? Zu diesem Thema gab es Impulse in Form eines Abendvortrages von Enja Riegel, ehemalige Leiterin der Helene-Lange-Schule Wiesbaden und eine der profiliertesten Schulreformerinnen Deutschlands. Enja Riegel nahm sich bis in den tiefen Abend hinein Zeit, um mit den Teilnehmern innovative Schulkonzepte zu diskutieren. Nur ein glücklicher Lehrer sei ein guter Lehrer, so der Tenor ihrer Ausführungen. Basierend auf ihren jahrzehntelangen Erfahrungen in der Schulpraxis ermutigte sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unkonventionelle Wege zu gehen und Mauern einzureißen – notfalls auch die der Klassenräume.  

Auch in diesem Jahr wurde die seit mehreren Jahren bestehende Kooperation mit dem Horizonte-Programm der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Form eines Stipendiatenaustausches fortgesetzt. Das Hertie-Stipendienprogramm richtet sich an Lehramtsstudierende sowie Referendarinnen und Referendare mit Migrations­hintergrund.

Zum Programm „Lehrer als Beruf“ der Studienstiftung gehört neben der jährlich stattfindenden Tagung eine einwöchige Sommerakademie, Angebote zur Vernetzung, eine Praktikumsbörse sowie finanzielle Zuschüsse für pädagogische Auslandspraktika. Zur fachlichen Vertiefung stehen den Lehramtsstipendiaten vier Wissenschaftliche Kollegs offen. Von den insgesamt rund 11.000 Stipendiaten der Studienstiftung streben gut 600 den Lehramtsabschluss an. Herausragende Studierende aller Fächer können von einem Professor für die Studienstiftung vorgeschlagen werden oder sich neuerdings mit einem Test selbst bewerben.