© David Ausserhofer

Presse / 

Pressemitteilungen

Leo Baeck Fellowship Programm: zwölf Stipendien ausgeschrieben – Bewerbung um Promotionsstipendien für deutsch-jüdische Forschungsthemen / Frist endet am 1. Februar


Bonn, 9. Januar 2019. Gemeinsam mit dem Leo Baeck Institut London vergibt die Studienstiftung des deutschen Volkes bis zu zwölf Stipendien an Promovierende mit einem Dissertationsvorhaben im Bereich der Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums. Eine Bewerbung ist noch bis zum 1. Februar 2019 möglich.

Das Leo Baeck Fellowship Programm ist international ausgerichtet und fördert seit 2006 exzellente Doktorandinnen und Doktoranden aller Fächer, die sich mit der Erforschung jüdischen Lebens in Zentraleuropa beschäftigen. Gefragt sind Promotionsprojekte, die einen Bezug zum deutschsprachigen Judentum aufweisen. Die jeweils zu untersuchenden geografischen Räume oder Epochen können frei gewählt werden.

Bei erfolgreicher Bewerbung setzt die Förderung zum Oktober 2019 ein und umfasst ein einjähriges Vollstipendium von monatlich 1.450 Euro. Zusätzliche Unterstützung können Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit Kind erhalten sowie Promovierende, die sich (zeitweise) im Ausland aufhalten. Regelmäßige Tagungen bieten den Fellows darüber hinaus die Gelegenheit, sich frühzeitig international zu vernetzen und wissenschaftlich auszutauschen. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch.

Bislang hat das Programm 138 vielversprechende Promovierende aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada, Polen, der Schweiz, der Tschechischen Republik, Ungarn und den USA gefördert und zusammengeführt.

Alumni des Leo Baeck Fellowship Programms führen den Gedanken der interdisziplinären und weltweiten Zusammenarbeit seit 2014 mit regelmäßigen Konferenzen und einer eigenen Schriftenreihe des Leo Baeck Instituts London weiter.

Namenspatron des Leo Baeck Fellowship Programms ist der Gelehrte Dr. Leo Baeck (1873-1956). Die gleichfalls nach ihm benannten Institute sind in Jerusalem, New York und London ansässig und wurden in den 1950er-Jahren von jüdischen Intellektuellen wie Hannah Arendt und Martin Buber gegründet. Aufgabe der Institute ist es, die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums aufzuarbeiten. Mit dem Leo Baeck Fellowship Programm wird dieser Auftrag durch eine gezielte Nachwuchsförderung aufgegriffen.

Ausführliche Informationen zum Programm und den Bewerbungsbedingungen finden Sie unter: www.studienstiftung.de/leo-baeck/