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31/08/2011

Klaus Scharioth neuer Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben

Deutscher Top-Diplomat und ehemaliger Botschafter in Washington bereitet Hochschulabsolventen auf Führungsaufgaben in internationalen Organisationen und NGOs vor

Bonn/Essen, 31. August 2011 – Dr. Klaus Scharioth, bis Juni deutscher Botschafter in Washington, ist neuer Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben. Als Nachfolger von Heimo Richter, der bis 2005 Botschafter in Indien war, hat das Mercator Kolleg damit erneut eine erfahrene Persönlichkeit der internationalen Diplomatie an seiner Spitze, die ihre Erfahrungen an die jungen Kollegiaten weitergeben wird. Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben ist ein Projekt der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und fördert hochqualifizierte, deutschsprachige Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die Führungsaufgaben in internationalen Organisationen anstreben.  

Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator: „Mit Dr. Klaus Scharioth hat das Mercator Kolleg einen Diplomaten mit internationalem Know-how gewinnen können. Von seinen weitreichenden interkulturellen Erfahrungen werden die jungen Kollegiaten profitieren.“  

„Wir freuen uns besonders, dass mit Dr. Klaus Scharioth ein ehemaliger Stipendiat der Studienstiftung das Amt des Rektors übernimmt. Er verkörpert mit seiner langjährigen Tätigkeit im Auswärtigen Dienst im besten Sinne die Internationalität, die das Mercator Kolleg auszeichnet“, sagt Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes.  

„Ich freue mich, als neuer Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben Nachwuchsführungskräfte auf ein effektives Zusammenwirken in einem internationalen Umfeld mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen vorzubereiten, denn nur wer früh interkulturelles Denken erlernt, wird entscheidend zur Lösung weltweiter Probleme beitragen können“, so Dr. Klaus Scharioth.  

Der gebürtige Essener hatte Ende Juni 2011 sein Amt als deutscher Botschafter in Washington nach gut fünf Jahren beendet. Er blickt auf eine 35-jährige Tätigkeit im Auswärtigen Dienst – davon über 15 Jahre im Ausland – und zahlreiche hochrangige Stationen auf internationalem Parkett zurück, u.a. bei der deutschen Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York, als Kabinettschef mehrerer NATO-Generalsekretäre in Brüssel und als Staatssekretär des Auswärtigen Amtes.  

Ziel des Mercator Kollegs ist die Nachwuchsförderung und Qualifizierung deutschsprachigen Personals für Führungspositionen in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Während des 13-monatigen Programms arbeiten die Kollegiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen sowie global tätigen NGOs, Non-Profit Organisationen oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst entworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Arbeitsstationen. Begleitend finden Summer und Winter Schools zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen statt, darunter Rhetorik-, Kommunikations- und Verhandlungstrainings. Das Stipendium für die 13 Monate umfasst rund 17.000,- Euro sowie die Übernahme aller Reisekosten für Auslandsstage weltweit. Darüber hinaus stehen weitere Fördermittel für Konferenzen und Sprachkurse zur Verfügung.  

Während der Summer School des Mercator Kollegs vom 8. – 24. September 2011 in Essen und Berlin diskutieren die Kollegiaten aktuelle Fragen der internationalen Politik u.a. mit hochrangigen Persönlichkeiten wie dem ehemaligen deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, dem außenpolitischen Berater der Bundeskanzlerin, dem NATO-Planungsstabschef oder den Botschaftern der USA und der Schweiz.

Weiterführende Links:

www.mercator-kolleg.de
www.studienstiftung.de/mercator-kolleg
www.nefia.org

Über die Stiftung Mercator:  

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Über die Studienstiftung des deutschen Volkes:  

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist mit rund 11.000 Stipendiaten das größte und zugleich das älteste deutsche Begabtenförderungswerk. Frei von politischen, religiösen und weltanschaulichen Vorgaben fördert sie besonders begabte Studierende und Doktoranden, die sich durch ihre Leistungsstärke, ihre tolerante Persönlichkeit und ihr gesellschaftliches Engagement auszeichnen.
Die Studienstiftung betreibt Nachwuchsförderung für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kunst. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, die Länder und Kommunen, eine Vielzahl von Stiftungen und Unternehmen sowie private Spender. Seit ihrem Bestehen hat die Studienstiftung mehr als 50.000 besonders begabte Studierende und Doktoranden unterstützt. Jährlich werden rund 2.500 Stipendiaten neu in die Förderung aufgenommen.