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02/04/2012

Hochdotiertes Wirtschaftsstipendium:

Sechs neue Haniel-Stipendiaten der Studienstiftung

 
Bonn, 2. April 2012. In Zeiten, in denen über Banker-Boni und fehlende Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Politik diskutiert wird, rückt das Haniel-Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung in den Blickpunkt. Sechs neue Stipendiaten wurden für das hochdotierte Programm ausgewählt. Sie konnten sich gegen insgesamt 211 Mitbewerber durchsetzen und erhalten nun ein von der Haniel Stiftung finanziertes Stipendium für ihr Auslandsvorhaben. 

Die ausgewählten Kandidaten planen ein Aufbau- oder Masterstudium samt Praktikum im Ausland. Wichtig dabei sind ein Wirtschaftsbezug sowie das Bewusstsein, die eigenen Fähigkeiten verantwortungsvoll für die Gesellschaft einzusetzen. Unabhängig davon, aus welchem Bereich der erste Studienabschluss der Bewerber stammt, soll das Auslandsvorhaben den Stipendiaten den Einstieg in die internationale Arbeitswelt ermöglichen. Mit großem Erfolg: "Über die Jahre können wir verfolgen, dass das Haniel Stipendium das Leben der Stipendiaten nachhaltig verändert", sagt Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung. "Sie machen Karrieren im öffentlichen Bereich und in der internationalen Wirtschaft, die ohne das Programm kaum möglich gewesen wären." 

40 Kandidaten wurden nach einer Vorauswahl zur Endrunde in das Physikzentrum Bad Honnef eingeladen. Dort präsentierten sie sich in Einzelgesprächen sowie Gruppendiskussionen einer unabhängigen Kommission. Die Spannweite der Projekte reichte in diesem Jahr vom klassischen VWL-Master bis hin zu spezialisierten Vorhaben an der Schnittstelle von Wirtschafts-, Ingenieurs- und Umweltwissenschaften. Überzeugen musste neben den Plänen vor allem die Person. "Die Mitglieder der Familie Haniel haben sich immer als verantwortungsvolle unternehmerisch tätige Bürger gesehen. In den ausgewählten Stipendiaten möchten wir einen ähnlichen Geist entdecken", erläutert Geschäftsführer Dr. Rupert Antes das Engagement der Haniel Stiftung. 

Neben einem Begleitprogramm umfasst das Haniel-Stipendium eine monatliche Förderung in Höhe von 1.000 Euro bei Aufenthalten innerhalb Europas sowie 1.500 Euro für Projekte in Großbritannien und in außereuropäischen Ländern. Zusätzlich werden ein Zuschuss zu den Studiengebühren von bis zu 15.000 Euro sowie Reisekosten und ein Startgeld gewährt. Jährlicher Bewerbungsschluss ist der 15. November. 

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.studienstiftung.de/haniel.html. Hier einen Überblick über die neu ausgewählten Stipendiaten und ihre Projekte. 

Die sechs neuen Stipendiaten im Haniel-Programm der Studienstiftung: 

Hanns Koenigs Studienverlauf führte ihn von Oxford, wo er einen Bachelorabschluss in Philosophie, Politikwissenschaften und VWL erwarb, nach Bologna. Dort studiert er zurzeit im ersten Masterjahr an der Johns Hopkins Universität. Sein Masterstudium in VWL und Internationalen Beziehungen führt er künftig in Washington, D.C. weiter. 

Julia Kowalski hat einen doppelten Bachelorabschluss in Politik- und Kulturwissenschaft von der FU Berlin und der Humboldt Universität zu Berlin. Im Studienkolleg zu Berlin arbeitete sie zu interdisziplinären europäischen Fragestellungen. Ihren Master in Public Policy absolviert die Kulturwissenschaftlerin derzeit an der Hertie School of Governance. Nun setzt sie ihr Studium an der London School of Economics fort. 

Benjamin Friedrich Merle gründete bereits während seines Bachelorstudiums in den Niederlanden für die Organisation "Students in free enterprises" eine Dependance in Rotterdam. Mit einem Master an der University of Cambridge möchte er nun in Großbritannien an der Schnittstelle von Wirtschafts-, Ingenieurs- und Umweltwissenschaften weiterstudieren. 

Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann verfolgte Florian Meyer seine Faszination für die Finanzwirtschaft in einem Betriebwirtschaftsstudium weiter. Nun zieht es ihn mit seiner Frau und seinem Sohn nach Großbritannien, wo er sein Studium mit einem Master an der London School of Economics fortsetzt. 

Erst in seinem Auslandsjahr in Singapur begann Matthias Cheng Qian, eigentlich Student des Wirtschaftsingenieurwesens, seinen Wissensdurst in VWL zu stillen. Nach Stationen in Karlsruhe und Berlin möchte er nun in Oxford den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nach dem Studium plant er, sich mit seinen Qualifikationen für ein gerechtes, nachhaltiges und stabiles Wirtschaftssystem einzusetzen. 

Jekaterina Weiner verfolgt bereits seit frühester Jugend den Wunsch, Richterin zu werden oder in den diplomatischen Dienst einzutreten. Nach dem Bachelorstudium der Rechtswissenschaften und der Ersten Juristischen Staatsprüfung in Hamburg möchte sie nun einen LL.M. mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Völkerrecht in Großbritannien erwerben.