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26/03/2013

„Heimweh kam so gut wie nie auf“:

75% der Studienstiftler sammeln Auslandserfahrung


Bonn, 26. März 2013. Asien, Europa, Amerika – die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes erweisen sich als sehr mobil: Rund 75% realisieren im Laufe des Studiums oder der Promotion einen studien- oder forschungsbezogenen Auslandsaufenthalt. Allein im Wintersemester 2012/2013 studierten über 1.700 Stipendiaten für ein Semester oder länger an Hochschulen außerhalb Deutschlands. Besonders gefragte Zielländer sind Großbritannien, die USA und Frankreich. Knapp 40 % der Geförderten studieren an zwanzig Spitzenuniversitäten in Europa und den USA. Daneben zieht es aber immer auch Stipendiaten an ausgefallenere Orte in Afrika, Lateinamerika oder Asien. Unabhängig ob nah oder fern erleben die Stipendiaten ihre Auslandsaufenthalte als bereichernd. Die Studienstiftung ermuntert daher alle Geförderten, Auslandserfahrung während des Studiums zu sammeln und unterstützt die individuellen Vorhaben mit jährlich rund sechs Millionen Euro.

Tanja Dölle (23), Jura-Studentin an der Universität Bonn, konnte ihren einjährigen Studienaufenthalt an der Universität von Oxford mit einem Diplom in „Legal Studies“ abrunden. Oxford bot ihr die Möglichkeit, in intensiven Tutorien verschiedene völkerrechtliche Probleme von der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit bis zum Seerecht zu studieren: „Die Vielseitigkeit der Themenbereiche und der immer vorhandene Bezug zu aktuellen außenpolitischen Themen gefielen mir sehr gut. Spannend war auch, dass die Vorlesungen von verschiedenen internationalen Professoren gehalten wurden.“

Christoph Sommer (24), Student der Volkswirtschaftslehre aus Tübingen, verbrachte zwei Studiensemester in Botswana. Neben dem Studium engagierte er sich in einer Hochschulgruppe gegen AIDS und unterstütze die Aktivitäten einer Kirchengemeinde gegen die Armut in der Nachbarschaft. Auch fachlich bereicherte ihn das Studium: „Gerade die praktische Orientierung, die Fallstudien und vor allem ein Kurs zu Grundzügen der Forschungsarbeit haben mich deutlich näher an die Praxis herangeführt als das bisherige Studium in Tübingen.“

„Von Anfang an hatte ich als ausländischer Gast eine besondere Rolle, an die ich mich zuerst gewöhnen musste“, berichtet Maja Sisnowski (21), Studentin der Wirtschaftspsychologie, von ihrem Semester an der Universität von Ulan Bator in der Mongolei. „Als erste und einzige Austauschstudentin an meiner Fakultät hatte ich sehr guten Kontakt zu meinen Dozentinnen und konnte so miterleben, wie Forschung und Lehre durchgeführt wurden“.

Das europäische Bild Brasiliens aus Rio, Karneval, Caipirinha hat Sebastian Fischer (25) von der Technischen Universität Darmstadt gleich bei der Ankunft abgelegt. Zwei Semester studierte er Physik an der Universität in Curitiba, Brasilien. Begeistert erinnert er sich nicht nur an ein Land der Superlative und der rasanten Entwicklung, sondern auch an eine große Offenheit: „Heimweh kam eigentlich so gut wie nie auf.“

Für Auslandsvorhaben können Stipendiaten der Studienstiftung monatliche Auslandszuschläge sowie Zuschüsse zu den Studiengebühren und Reisekosten beantragen. Wer sich sprachlich vorbereiten möchte, kann sich um einen Sprachkurs im Land bewerben. In mehreren Ländern veranstaltet die Studienstiftung zudem Auslandstreffen, bei denen Alumni, die längerfristig im Land leben, und Stipendiaten zu Workshops zusammenkommen. Informationen zur Auslandsförderung der Studienstiftung unter: www.studienstiftung.de