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23/09/2014

Erfolg für einzigartiges Förderprogramm zur Erforschung deutsch-jüdischer Geschichte:

Leo Baeck Fellowship Programm wird für fünf Jahre fortgesetzt

Bonn/London, 23. September 2014. Große Anerkennung für das Leo Baeck Fellowship Programm zur Erforschung deutsch-jüdischer Geschichte und Kultur: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat der Fortsetzung des internationalen Förderprogramms zum Oktober 2014 für weitere fünf Jahre zugestimmt.

Mit dem Programm fördert die Studienstiftung jährlich bis zu zwölf herausragende Promovierende, die sich der Erforschung jüdischen Lebens im deutschsprachigen Raum widmen. Seit 2006 konnten so in Kooperation mit dem Leo Baeck Institut London rund 90 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler finanziell und ideell unterstützt werden.

„Wir freuen uns über die Zusage des BMBF, das Leo Baeck Fellowship Programm auch weiterhin zu unterstützen“, sagt Dr. Annette Julius, Generalsekretärin der Studienstiftung. „Das Stipendium stellt für die Promovierenden eine einzigartige Möglichkeit dar, sich frühzeitig international zu vernetzen und ihre wissenschaftlichen Ideen mit hochkarätigen Forscherpersönlichkeiten zu diskutieren.“

So haben bislang Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Israel, Polen, Frankreich, der Tschechischen Republik und der Schweiz von der weltweiten und disziplinübergreifenden Ausrichtung des Programms profitiert. „Das Leo Baeck Fellowship Programm hebt die internationale Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur auf eine neue Stufe“, unterstreicht Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Leo Baeck Instituts in London die Bedeutung des Programms. „Insbesondere ist es entscheidend, dass neue Generationen mit neuen Perspektiven die Themen der deutsch-jüdischen Geschichte weiter-entwickeln.“

Alumni des Leo Baeck Fellowship Programms führen den Gedanken der interdisziplinären und weltweiten Zusammenarbeit nun mit regelmäßigen Konferenzen und einer eigenen Schriftenreihe des Leo Baeck Instituts London weiter. Auftakt für die nachhaltige Vernetzung der Fellows bildete die Tagung „Undisciplined – German Jewish Studies Today“ vom 14. bis 15. September 2014 sowie ein Empfang in der Deutschen Botschaft in London.

Das Leo Baeck Institut mit den drei Standorten Jerusalem, New York und London wurde in den 1950er Jahren von jüdischen Intellektuellen wie Hannah Arendt und Martin Buber zur Erforschung der Geschichte des deutschsprachigen Judentums gegründet. Namenspatron des Programms ist der Gelehrte Dr. Leo Baeck (1873-1956). Die nach ihm benannten Institute stehen für den Auftrag, die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums aufzuarbeiten. Mit dem Leo Baeck Fellowship Programm wird dieser Auftrag durch eine gezielte Nachwuchsförderung in Deutschland aufgegriffen.

Ausführliche Informationen zum Leo Baeck Fellowship Programm und zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie unter: www.studienstiftung.de/leo-baeck.html