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25/09/2009

Deutsche Rolle in internationalen Organisationen gestärkt

Stiftungskolleg für internationale Aufgaben wird Mercator Kolleg für internationale Aufgaben


Stuttgart, Essen, Berlin – 25. September 2009 – Nach 14 Jahren und 274 erfolgreichen Teilnehmern des Stiftungskollegs für internationale Aufgaben übergibt die Robert Bosch Stiftung heute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften den Stab an die Stiftung Mercator. Sie führt das 1995 von der Robert Bosch Stiftung initiierte Programm als Mercator Kolleg für internationale Aufgaben in bewährter Partnerschaft mit der Studienstiftung des deutschen Volkes fort und entwickelt dieses weiter. Ideeller Partner bleibt ebenfalls das Auswärtige Amt. Professor Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und ehemaliger Leiter des UN-Umweltprogramms spricht über deutsche Akzente in der internationalen Politik. Moderiert wird der Abend von Roger de Weck.  

Nach der Wiedervereinigung und dem Fall des Eisernen Vorhangs brachte die Robert Bosch Stiftung mit dem Stiftungskolleg erstmals ein Programm speziell für Nachwuchsführungskräfte im internationalen Bereich auf den Weg. Die Rolle Deutschlands in einer immer globaleren Welt sollte gestärkt werden, wofür international gut ausgebildete junge Menschen von Nöten waren. Ziel war es jährlich 20 Kollegiaten auf die internationalen Aufgaben im öffentlichen Sektor und Nichtregierungsorganisationen vorzubereiten. Mit Erfolg: 43 Prozent der Kollegiaten arbeiten heute für internationale Organisationen und internationale Nichtregierungsorganisationen, 23 Prozent für das Auswärtige Amt und andere deutsche Ministerien mit internationalem Bezug.  

Der erste Jahrgang des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben unter Führung der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator startet in diesem Monat. Während eines 13-monatigen Programms arbeiten Kollegiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen, in global tätigen Nichtregierungsorganisationen oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst entworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Stationen. Neben einem monatlichen Stipendium stehen Fördermittel für Sprachkurse und Teilnahme an internationalen Konferenzen zur Verfügung. Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben wird künftig nicht nur Hochschulabsolventen in Deutschland, sondern auch in der Schweiz fördern. Als Partner in der Schweiz konnten die Schweizerische Studienstiftung, die Stiftung Mercator Schweiz sowie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gewonnen werden. Darüber hinaus werden die Stipendiaten intensiver als bisher mit dem Arbeitsumfeld der immer wichtiger werdenden nichtstaatlichen Akteure wie internationalen Nichtregierungsorganisationen und Non-Profit-Organisationen vertraut gemacht.  

Sehr gerne stellen wir der Presse einen Kontakt zu Kollegiaten und Alumni her. Weiterführende Informationen: www.mercator-kolleg.de