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03/04/2006

Auftakt des Leo Baeck Fellowship Programme

Berlin, 3. April 2006. Mit einer Festveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin wird heute das Leo Baeck Fellowship Programme, ein Stipendienprogramm für Doktoranden und Postdoktoranden zur Erforschung der Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums, eröffnet. Das Leo Baeck Fellowship Programme ist ein Stipendienprogramm der Studienstiftung des deutschen Volkes. Es geht zurück auf eine Initiative des Fonds "Erinnerung und Zukunft?" und wird unterstützt von der Alfred Freiherr von Oppenheim Stiftung, der Fritz von Thyssen Stiftung und der Robert Bosch Stiftung. Zur inhaltlichen Ausgestaltung des Programms kooperiert die Studienstiftung mit dem Leo Baeck Institut London.

Das Programm wurde erstmalig Anfang Dezember 2005 ausgeschrieben. Mehr als 70 junge Wissenschaftler aus aller Welt reichten eine Bewerbung ein. Zwanzig Kandidaten wurden zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsprojekte liegt im 19. und 20. Jahrhundert: "Jüdischer Adel im 19. Jahrhundert", "Jüdische Kunsthändler als Wegbereiter der Moderne", "Städtische jüdische Kultur in den Metropolen London, Berlin und Paris", "Jüdische Verfolgte und die Wiedergutmachung nationalsozialisti­schen Unrechts" und "Deutsch-jüdisches Milieu in Jerusalem" sind Themen, zu denen die Nachwuchs­wissenschaftler in Europa, Israel und den USA forschen möchten.  Die Auswahl der Kandidaten und die wissenschaftliche Begleitung des Programms erfolgte durch einen inter­national besetzten Beirat mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Großbritannien, Israel, Norwegen, Ungarn und den USA. Die Auswahlgespräche fanden am 2. und 3. April in Berlin statt. Elf Stipendien wurden für den ersten Jahreszyklus vergeben.

Das Programm wird bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin am 3. April um 19.00 Uhr von Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes, Dr. Hans Otto Bräutigam, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und Dr. Raphael Gross, Direktor des Leo Baeck Instituts London, vorgestellt. Den Festvortrag hält Professor Dr. John A. S. Grenville, Leo Baeck Institut London, zum Thema "Gedanken und Erinnerungen: Die deutsch-jüdische Tragödie".

Das Leo Baeck Fellowship Programme ist Teil des Leo Baeck Programms des Fonds "Erinnerung und Zukunft" und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Rückfragen bitte an:
Dr. Roland Hain
Studienstiftung des deutschen Volkes
Telefon 0228/820 96-374
hain@studienstiftung.de    

Informationen zum Leo Baeck Programm des Fonds "Erinnerung und Zukunft" unter: http://www.fonds-ez.de/leo_baeck_programm/