Presse / 

Pressemitteilungen

04/09/2013

20 neue Stipendiaten starten im Mercator Kolleg für internationale Aufgaben

Fünfter Jahrgang beginnt seine Arbeit in internationalen Organisationen und NGOs – Bewerbung für Jahrgang 2014 ab November möglich


Essen/Bonn 3. September 2013 – In alle Ecken der Welt zieht es die 20 neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben: Washington D.C., Tripolis, Kabul und Manila sind nur einige der Städte, in denen die jungen Menschen arbeiten werden. Sie haben vor kurzem ihr Studium abgeschlossen, erste Berufserfahrung gesammelt und beschäftigen sich nun während des 13-monatigen Programms mit individuell gewählten Fragestellungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit. Dazu arbeiten sie in bis zu drei internationalen Institutionen und NGOs.

„Diese jungen Menschen schrecken nicht vor internationalen Herausforderungen zurück, sondern wollen sie lösen – mit großem Engagement und interkultureller Kompetenz. Das ist wichtig, denn Aufgaben wie Klimawandel, Abrüstung und Menschenrechte können nur transnational gelöst werden“, erklärt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Annette Julius, Generalsekretärin der Studienstiftung des deutschen Volkes, ergänzt: „Deshalb unterstützen wir mit dem Kolleg exzellente Hochschulabsolventen darin, den Aufgabenbereich internationaler Organisationen kennenzulernen, hier ihre interkulturellen Kompetenzen zu erweitern und relevante Berufserfahrungen zu sammeln.“

Felix Lung aus Hamburg wird zum Beispiel ein halbes Jahr beim World Food Programm der Vereinten Nationen in Johannesburg arbeiten. Der perfekte Auftakt, um sich Praxiswissen zu seinem Thema „Versicherungen gegen Dürre in Sub-Sahara Afrika“ anzueignen. Er unterstützt dabei den Aufbau der „African Risk Capacity“, einer neuen Sonderorganisation der Afrikanischen Union, die mithilfe eines Notfallfonds afrikanische Staaten gegen Dürrekatastrophen absichert. „Durch das Kolleg möchte ich auch Kontakte knüpfen, um im Anschluss eine Anstellung bei einer internationalen Organisation in diesem Bereich zu finden“, sagt der 27-jährige Jurist mit klarem Ziel vor Augen.

Auch Moritz Reger, 28, will sich Fachexpertise aneignen. Er beschäftigt sich damit, wie Behörden und Staaten zusammenarbeiten, um Menschenhandel und illegale Migration zu bekämpfen: „Ich möchte untersuchen, wie sich eine stärkere Grenzöffnung auswirkt. Arbeiten die unterschiedlichen Staaten dann stärker zusammen? Oder ist Menschenhandel bei offenen Grenzen leichter, da es dann generell weniger Kontrollen gibt?“ Dafür vergleicht er die Situation in der Europäischen Union mit der in Südostasien, wo es im Gegensatz zu Europa noch wenige zwischenstaatliche Institutionen gibt. Reger, der in Schleswig aufgewachsen ist, wird während seines Kollegjahres in beiden Regionen arbeiten.

Begleitend zu den Einsätzen in internationalen Organisationen und NGOs finden im Laufe des Kollegjahrs Seminare mit hochrangigen Gastrednern zu internationalen Themen sowie zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen wie Entscheidungsfindung, Rhetorik oder Verhandlungsführung statt. Das monatliche Stipendium beträgt 1.250 Euro (1.500 Euro im Ausland). Darüber hinaus stehen weitere Mittel für alle weltweiten Reisekosten, Konferenzen und Sprachkurse zur Verfügung.

Alumni früherer Jahrgänge arbeiten heute unter anderem bei der Weltbank, der Asia Development Bank oder dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.

Eine Bewerbung für den Jahrgang 2014/15 ist ab November 2013 über das Mercator Program Center for International Affairs unter www.mpc-international.org möglich.

Hinweis für die Presse: Am 24. September 2013 findet die Abschlusspräsentation des vierten Jahrgangs des Mercator Kollegs von 18 bis 21 Uhr im Weltsaal des Auswärtigen Amts in Berlin statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen und können dort mit aktuellen und zukünftigen Kollegiaten sowie den Organisatoren sprechen. Anmeldung über presse@studienstiftung.de.

Über das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben: Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben ist ein Projekt der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Mercator Program Centers for International Affairs, gefördert durch die Stiftung Mercator, in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt. Rektor des Kollegs ist der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt und Botschafter in Washington, Botschafter a.D. Dr. Klaus Scharioth. In der Schweiz führen die Stiftung Mercator Schweiz und die Schweizerische Studienstiftung die Initiative in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten durch. http://www.mpc-international.org/Mercator-Kolleg-fuer-internationale-Aufgaben