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15/07/2009

20 junge Deutsche starten Arbeit in internationalen Organisationen

Mercator Kolleg für internationale Aufgaben nimmt ersten Jahrgang auf

Essen/Bonn, 15.7.2009. Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben nimmt in diesen Tagen 20 neue Mitglieder auf. Unter ihnen sind herausragende Hochschulabsolventen aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese werden im Herbst mit der Arbeit in internationalen Organisationen beginnen. Ziel des Mercator Kollegs ist die Nachwuchsförderung und Qualifizierung deutschsprachigen Personals für Führungspositionen in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Das Mercator Kolleg ist ein Projekt der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

Während eines 13-monatigen Programms arbeiten die Kollegiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen oder in global tätigen NGOs, Non-Profit-Organisationen oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbstentworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Arbeitsstationen. Das Stipendium für die 13 Monate beträgt 15.500 Euro. Darüber hinaus stehen weitere Fördermittel für Auslandsaufenthalte und Sprachkurse zur Verfügung. Ergänzend finden zahlreiche Seminarphasen zu persönlichen Führungs- und Verhandlungskompetenzen statt.

„Mit dem Mercator Kolleg möchte die Stiftung Mercator junge Hochschulabsolventen auf eine Karriere in internationalen Organisationen vorbereiten“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Die Herausforderungen der globalisierten Welt verlangen nach kompetentem und engagiertem Personal an den entsprechenden Schaltstellen innerhalb und außerhalb Deutschlands. Dieses Bedarfs nehmen wir uns mit dem Mercator Kolleg an“, so Lorentz. Die Stiftung Mercator fördert das Mercator Kolleg in einem Zeitraum von fünf Jahren mit 5,7 Millionen Euro.

„Ob Wassermanagement in Zentralasien, Energiesicherheit in Europa, die Flüchtlingskrise im Irak, Entwaffnungsprogramme in Friedensmissionen oder die Neuentwicklung medizinischer Geräte für Entwicklungsländer: Der erste Jahrgang des Mercator Kollegs hat sich viel vorgenommen. Internationale ‚Baustellen‘ gibt es – leider – genug. Die Studienstiftung ist glücklich, mit dem Mercator Kolleg einen Personal- und Ideenbeitrag für weltweit zu lösende Probleme zu leisten“, sagt Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Folgende Stipendiaten wurden in das Mercator Kolleg aufgenommen:

• Claudia Aßmann (28) aus Neu-Ulm, Projektvorhaben: Integration von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Entwicklungsprojekte

• Alexander Blecken (29) aus Paderborn, Projektvorhaben: Logistische Informationssysteme in der humanitären Hilfe und Katastrophenhilfe

• Thomas Bobinger (25) aus Berlin, Projektvorhaben:  Beiträge zur Entwicklung von Krisenreaktionsmechanismen in der europäischen Energieversorgung

• Christoffer Brick (28) aus Berlin, Projektvorhaben: Global Governance for Core Labor Standards – Creating Incentives for the Implementation of Core Labor Standards in Global Supply Chains

• Daphne Büllesbach (26) aus Bremen, Projektvorhaben: Harmonisierungsprozess der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik

• Viola Erdmannsdörfer (26) aus Weißenburg, Projektvorhaben: Entwaffnungs-, Demobilisierungs- und Reintegrationsprogramme als Bestandteil von integrierten Friedensmissionen

• Sophie Etzold (27) aus Berlin, Projektvorhaben: Die Internationalisierung der irakischen Flüchtlingskrise

• Mirco Günther (24) aus Bischofswerda, Projektvorhaben: Regionales Wassermanagement als Beitrag zur Konfliktprävention in Zentralasien

• Sylwia Gutman (28) aus Frankfurt, Projektvorhaben: Wirtschaftliche Integration Mittel- und Osteuropas durch internationale Finanzorganisationen

• Jeannine Hausmann (27) aus Stockstadt, Projektvorhaben:  Neue Geber in der Entwicklungszusammenarbeit – Potentiale der Süd-Süd-Entwicklungskooperation

• Matthias Heger (29) aus München, Projektvorhaben: Internationale Waldinvestitionen in China – Chancen, Risiken und Lösungsansätze

• Diana Hollmann (27) aus Quickborn, Projektvorhaben: Jenseits von Corporate Social Responsibility – Innovative Geschäftsmodelle für nachhaltige Entwicklung

• Nesrine Jamoud (28) aus Berlin, Projektvorhaben: Sub-saharische Migration in den Maghreb und Ansätze einer präventiven Integrationspolitik durch die EU

• Fabian Kreuzer (25) aus Neu-Ulm, Projektvorhaben: Die Auswirkungen von Naturressourcen und Energie auf Frieden und Recovery

• Simon Müller (27) aus Berlin, Projektvorhaben: Potential und Perspektive regenerativer Energie in den MENA Staaten

• Elisa Oezbek (25) aus Homburg, Projektvorhaben: Nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung: Regionale Lösungsansätze und internationale Strategien

• Constanze Schimmel (29) aus Waldachtal, Projektvorhaben: Entwicklung von Richtlinien zum Schutz von Umweltmigranten

• Johanna Schubert (25) aus München, Projektvorhaben: Psychosoziale Betreuung von Mitarbeitern internationaler Organisationen zur Prävention posttraumatischer Belastungsstörungen

• Lisa Stroux (28) aus Heidelberg, Projektvorhaben: Neuentwicklung und Einsatz medizinischer Geräte in Entwicklungsländern

• Christina Wagner (29) aus Mainaschaff, Projektvorhaben: Mobile Versorgungsstrategien zur Eindämmung von Tuberkulose in Osteuropa

Das Mercator Kolleg nimmt jährlich 20 neue Kollegiaten auf. Hochqualifizierte Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen können sich bis zum 31. März jedes Jahres für die Aufnahme ins Mercator Kolleg für internationale Aufgaben bewerben.

Die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Stiftung Mercator führen und entwickeln mit dem Mercator Kolleg für internationale Aufgaben das 1995 von der Robert Bosch Stiftung eingerichtete „Stiftungskolleg für internationale Aufgaben“ fort, das die Robert Bosch Stiftung seit 2001 in gemeinsamer Trägerschaft mit der Studienstiftung des deutschen Volkes und in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt hat. Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben fördert nicht nur Hochschulabsolventen in Deutschland, sondern auch in der Schweiz. Dort führen die Stiftung Mercator Schweiz und die Schweizerische Studienstiftung in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten die Initiative durch.

Weiterführende Links:
www.mercator-kolleg.de und www.studienstiftung.de/mercator-kolleg.html

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Über die Studienstiftung des deutschen Volkes:
Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist mit rund 11.000 Stipendiaten das größte und zugleich das älteste deutsche Begabtenförderungswerk. Frei von politischen, religiösen und weltanschaulichen Vorgaben fördert sie besonders begabte Studierende, die sich durch ihre Leistungsstärke, ihre tolerante Persönlichkeit und ihr gesellschaftliches Engagement auszeichnen.
Die Studienstiftung betreibt Nachwuchsförderung für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kunst. Die Finanzierung erfolgt durch den Bund, die Länder und Kommunen, eine Vielzahl von Stiftungen und Unternehmen sowie private Spender.Seit ihrem Bestehen hat die Studienstiftung mehr als 50.000 besonders begabte Studierende und Doktoranden unterstützt. Jährlich werden rund 3.500 Stipendiaten neu in die Förderung aufgenommen.