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Offene Stipendienprogramme / 

Leo Baeck

Programmziel

Das internationale Leo Baeck Fellowship Programm richtet sich an Promovierende, die an einer Dissertation im Bereich Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums arbeiten. Projekte aller Epochen, Disziplinen (z.B. Literatur, Philosophie, Geschichte, Musikwissenschaft) und geographischen Räume (z.B. Europa, Amerikas, Israel) sind willkommen, allen gemeinsam ist ein Bezug zum deutschsprachigen Judentum. Neben der finanziellen Unterstützung für ein Jahr bietet das Programm Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch und Vernetzung. Es ist offen für Promovierende aller Nationalitäten und aller Hochschulen weltweit. Die Fellows verbleiben an ihrer jeweiligen Universität und kommen zu zwei Workshops zusammen, die gemeinsam vom Leo Baeck Institut London und der Studienstiftung des deutschen Volkes organisiert werden.

Das Programm trägt den Namen des Rabbiners Dr. Leo Baeck (1873-1956), der einer der bedeutenden Persönlichkeiten des deutschen Judentums im 20. Jahrhundert war. Die Studienstiftung führt das Programm in inhaltlicher Kooperation mit dem Leo Baeck Institut London und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch.

Programmbeschreibung

Für das akademische Jahr 2019/20 werden bis zu zwölf Stipendien vergeben. Die Stipendienlaufzeit beginnt zum Oktober 2019 und endet im September 2020. Regelmäßige Tagungen und ein gemeinsames Intranet unterstützen die Stipendiatinnen und Stipendiaten darin, sich ihre Projekte gegenseitig vorzustellen und sich über Methoden und Ergebnisse der Forschung auszutauschen. Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Promovierende, die ihre Dissertation an Universitäten in Deutschland erarbeiten und einreichen werden, können nach dem ersten Jahr eine Verlängerung der Förderdauer beantragen, sofern der Studienstiftung entsprechende Finanzmittel zur Verfügung stehen.

Stipendienleistungen

Fellows erhalten pro Monat ein Stipendium von 1.350 Euro plus eine monatliche Forschungskostenpauschale von 100 Euro und ggf. einen Zuschuss zur Krankenversicherung in Höhe von maximal 100 Euro. Wer mit Kind promoviert oder sich (zeitweise) im Ausland aufhält wird zusätzlich unterstützt. Für Forschungs- und Konferenzreisen ins Ausland können Zuschläge und Reisekostenzuschüsse beantragt werden, bei Auslandspromotionen Monatszuschläge und ggf. ein Studiengebührenzuschuss bis zu 10.000 Euro. Im Einzelnen erfolgt die Förderung gemäß den Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderung begabter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Deutlich überdurchschnittlicher Hochschulabschluss
  • Ausstellungsdatum des letzten Hochschulabschlusses nicht vor Februar 2015
  • Zulassung zur Promotion und Promotionsprojekt im Bereich Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums
  • Eine parallele Bewerbung um ein reguläres Promotionsstipendium der Studienstiftung ist nicht möglich

Bewerbungsprozess

Eine Bewerbung besteht aus folgenden Unterlagen in deutscher oder englischer Sprache:

  • Ausgefülltes Bewerbungsformular (DOC, 0.1 MB)
  • Motivationsschreiben, in dem das Interesse für die Teilnahme am Programm begründet wird (1 Seite)
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zu Bildung, außerfachlichen Interessen und Sprachkenntnissen
  • Fotokopie des Hochschulabschlusszeugnisses mit Einzelnoten der geprüften Fächer
  • Beschreibung des Forschungsprojekts (5 Seiten)
  • Zeitplan für das akademische Jahr 2019/20 einschließlich eventueller Forschungsreisen
  • Empfehlungsschreiben der Betreuerin oder des Betreuers der Promotion
  • Zweites Empfehlungsschreiben

Wir nehmen Bewerbungen auf dem Postweg (Studienstiftung des deutschen Volkes, Ahrstraße 41, 53175 Bonn, Deutschland) oder per E-Mail (möglichst ein einziges pdf-Dokument, Empfehlungsschreiben können separat übermittelt werden) entgegen. Nur vollständige Bewerbungsunterlagen werden berücksichtigt. Vielversprechende Kandidaten und Kandidatinnen werden im April 2019 zu einem Vorstellungsgespräch nach Frankfurt eingeladen.

Bewerbungsschluss

Eine Bewerbung für das akademische Jahr 2019/2012 ist bis zum 1. Februar 2019 möglich.

Kontakt

Programmleiter

Dr. Peter Antes
Team Promotion und Finanzen
Telefon: +49 (0)228 82096-286
E-Mail: leobaeck(at)studienstiftung(dot)de  

Sekretariat

Martina Lang
Team Promotion und Finanzen
Telefon: +49 (0)228 82096-285
E-Mail: lang(at)studienstiftung(dot)de

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen