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Vorwort

Mit ihrem Bildungsprogramm lädt die Studienstiftung ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten

ein, sich sowohl physisch als auch ideell auf den Weg zu machen. Wohin dieser Weg führen

mag? Viele wird er an bislang fremde Orte leiten, sei es im Rahmen einer stipendiatisch

organisierten Exkursion, einer Akademie, eines Auslandstreffens oder eines Sprachkurses.

Und allen wird er hoffentlich neue Wissensbereiche eröffnen und Begegnungen ermögli-

chen, die Perspektive auf das Bekannte verändern sowie neue Aus- und Einblicke gewäh-

ren, seien sie fachlicher, disziplinübergreifender, praktischer oder menschlicher Art.

Doch welche Wege eröffnet das Bildungsprogramm in diesem Jahr? Als Wegweiser für alle

neu aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten dienen unsere neun überregionalen

Willkommenswochenenden, die von April bis Mai im gesamten Bundesgebiet angeboten

werden. Im Frühjahr und Sommer werden zwanzig Akademien an verschiedenen Orten in

Deutschland und Europa stattfinden: Sie führen unter anderem an die Ostsee und ans Mit-

telmeer, durchs Flachland und in die Berge, nach Polen und Italien. Dass die Akademien ein

äußerst beliebter Pfad sind – gewissermaßen der Jakobsweg unter den Bildungsveranstal-

tungen –, zeigt auch unsere letztjährige Evaluation: 98,3% der Teilnehmenden würden die

Akademien weiterempfehlen, und ihre persönliche Akademieerfahrung haben alle Teilneh-

menden im Durchschnitt mit der Note 1,38 bewertet.

Zu einer vergleichsweise langen gemeinsamen Wegstrecke, die nicht zuletzt ein gewisses

Durchhaltevermögen erfordert, laden die vier Wissenschaftlichen Kollegs ein, die im Herbst

in eine neue Runde starten. Sie eröffnen die Möglichkeit für fortgeschrittene Studierende,

sich über einen Zeitraum von vier Semestern intensiv mit einer Thematik zu befassen und

dabei das wissenschaftliche Arbeiten einzuüben und zu vertiefen.

Einen ganz neuen und (vorerst) einmaligen Weg beschreiten wir in diesem Jahr mit der

„Summer School 2017“, die in Wittenberg anlässlich des Reformationsjubiläums von der

Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausgerichtet wird. Vier Wochen im Juli und Au-

gust wird es unter dem Motto „Es reicht. Was mich angeht“ im wahrsten Sinne des Wortes

um Gott und die Welt gehen – unter Beteiligung aller dreizehn vom Bundesministerium für

Bildung und Forschung finanzierten Begabtenförderwerke sowie des Deutschen Akademi-

schen Austauschdienstes und Brot für die Welt. Die Studienstiftung trägt zu dem umfassen-

den Programm der Summer School drei einwöchige Arbeitsgruppen bei, unseren Stipendi-

atinnen und Stipendiaten stehen aber auch nahezu alle anderen Workshops der beteiligten

Werke und Programmpartner und damit Begegnungsmöglichkeiten mit deutschen wie inter-

nationalen Studierenden unterschiedlichster Provenienz offen.

Nicht nur intellektuelle, sondern auch musische und künstlerische Erkundungen führen an

verschiedene Orte: In Brixen werden musikbegeisterte Geförderte und Ehemalige Benjamin

Brittens

War Requiem

einstudieren. Die diesjährige Jazz-Akademie entführt ihre Teilneh-

merinnen und Teilnehmer nach Montepulciano; und Exkursionen zur Documenta in Kassel,

Vorwort

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