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Die Geschichte der Beziehung von Mensch und Tier findet seit ältester Zeit auch Ausdruck

im Tanz. Kranichtanz oder

Schwanensee

,

Beach Birds

(M. Cunningham), Danse de l’Abeille

oder Foxtrott – die Vielfalt der Darstellungsformen übergreift Kulturen und unterschiedliche

Tanzstile.

In der Arbeitsgruppe sollen anhand von ausgewählten Stücken aus Tanz und Performance

die ästhetischen, philosophischen und bewegungstheoretischen Fragen diskutiert werden,

die sich am Beispiel von Animal Dances paradigmatisch studieren lassen. Die übergreifen-

den Themen der Darstellung in Tanz und Performance (z. B. Ritual, Mimesis, Maskerade,

Übertragung) sind in spezifischer Weise mit den Formen von Tier-Tänzen verbunden. Wie

lassen sich hier Theoriediskurse zur Ethik und Philosophie in den Human Animal Studies

anschließen? Haben die Arbeiten zum Thema Tier von Theoretikerinnen und Theoretikern

wie Giorgio Agamben, Jacques Derrida oder Donna Haraway Einfluss auf die in den letz-

ten Jahren im zeitgenössischen Tanz sehr aktuellen Darstellungen von Animal Dances, auf

Choreografinnen und Choreografen wie Xavier Le Roy (

Low Pieces

), Martin Nachbar (

Ani-

mal Dances

) oder Antonia Baehr (

Abecedarium Bestiarum

)? Die Arbeitsgruppe will sich dem

Thema der Animal Dances in Theorie, Geschichte, Beispiel-Analysen und Bewegungsexpe-

rimenten nähern.

Prof. Dr. Gabriele Brandstetter

Institut für Theaterwissenschaft, FU Berlin

Dr. Kirsten Maar

Institut für Theaterwissenschaft, FU Berlin

Studierende der Geisteswissenschaften sowie der Kunstwissenschaften und Kunst,

insbesondere der Theater- und Tanzwissenschaft; zudem Interessierte aus anderen

Fächern

Arbeitsgruppe

8

Animal Dances. Geschichte, Theorie, Ästhetik

Akademien

Akademie La Colle-sur-Loup

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