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Arbeitsgruppe

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Reformation – 500 Jahre danach

Mitten im Trubel um das Reformationsgedenken soll die Arbeitsgruppe dazu dienen, sich

etwas zurückzulehnen und zunächst auf die Anfänge der Reformation selbst zu blicken: Wo-

rum hat man sich gestritten, was bewegte Akteure – und auch Akteurinnen – in Theologie,

Politik und Gesellschaft? Der Blick geht dabei auf die Bruchlinien ebenso wie auf die Versu-

che, eben diese Brüche zu vermeiden oder zu kitten. Darüber hinaus wird es um die Wirkun-

gen der Reformation von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne gehen.

Historische Besinnung steht also am Anfang, um dann, in der zweiten Woche, den Blick auf

die Gegenwart zu wenden, auf die Frage, was man eigentlich im 21. Jahrhundert über Image-

pflege und konfessionelle Identitätssuche hinaus noch mit den Vorstellungen von Reform

und Reformation anfangen kann. Wenn die Reformation und der Umgang mit ihr im 16. Jahr-

hundert ein gesamtgesellschaftliches Phänomen waren, bleibt auch heute die Frage, wie

nicht nur in den Kirchen, sondern auch darüber hinaus Impulse aufgegriffen und weiterge-

dacht werden können. Das gilt umso mehr in einer gesellschaftlichen Situation, in der die

Bedeutung von Religion wieder überall deutlich wird, nun aber in der Vielfalt der Religionen,

die heute neben und mit dem Christentum zu Deutschland und Mitteleuropa gehören. Ge-

rade hier ist die Kreativität der Teilnehmenden gefordert, mit- und weiterzudenken und die

eigenen Anliegen aktiv einzubringen.

Prof. Dr. Volker Leppin

Professur für Kirchengeschichte, Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität

Tübingen

Prof. Dr. Andreas Holzem

Professur für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Katholisch-Theologische

Fakultät, Universität Tübingen

Studierende aller Fächer

Akademien

Akademie Olang

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