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Arbeitsgruppe

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Falscher Patient, falsches Medikament,

falsche Diagnose ...? – Wege zur Erhöhung der

Patientensicherheit

Patientensicherheit geht alle an: Patienten, Angehörige, Ärzte, Pflegepersonal, Rettungssa-

nitäter und andere. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema hat sich seit dem

von Linda T. Kohn, Janet M. Corrigan und Molla S. Donaldson im Jahr 2000 herausgege-

benen Bericht

To Err Is Human: Building a Safer Health System

, der erstmals die Anzahl

unerwünschter Behandlungsereignisse und deren Ursachen breit thematisierte, sprunghaft

entwickelt. Patientensicherheit hat sich hierdurch weltweit als Kernelement einer qualitätsori-

entierten Gesundheitsversorgung etabliert.

Aber was bedeutet Patientensicherheit konkret? Was gefährdet sie und was kann getan wer-

den, um Patientensicherheit zu steigern? In der Arbeitsgruppe nähern wir uns dem Thema

aus verschiedenen Perspektiven: aus der Sicht des Patienten und der unterschiedlichen

Gesundheitsprofessionen sowie mit Blick auf das Gesundheitssystem. Das verbindende

Element ist hier die Sicherheitskultur, also die Frage nach den zugrunde liegenden Werthal-

tungen, die das sicherheitsorientierte Verhalten aller Beteiligten leiten. Ein Beispiel hierfür ist

die Offenheit dafür, gemeinsam aus Fehlern zu lernen.

Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe werden konkrete Methoden zur Fehleranalyse, Feh-

lerbewältigung und Fehlerprävention kennenlernen, exemplarisch anwenden und kritisch

hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit diskutieren. Damit wird ein vertieftes Verständnis der Kom-

plexität des Themas Patientensicherheit vermittelt. Darüber hinaus werden damit aber auch

Möglichkeiten für die Anwendung und Umsetzung von Sicherheitsstrategien im eigenen zu-

künftigen Arbeitsumfeld aufgezeigt.

Prof. Dr. Tanja Manser

Institut für Patientensicherheit, Universitätsklinikum Bonn

Dr. Susanne Hoffmann

Institut für Patientensicherheit, Universitätsklinikum Bonn

Studierende der Gesundheitswissenschaften, Humanmedizin, Psychologie und

Pharmazie; vorausgesetzt wird die Bereitschaft, mit englischsprachigem Material zu

arbeiten.

Akademien

ab dem 4. Semester und Doktoranden

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22. bis 30. August 2017

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