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Arbeitsgruppe

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Alzheimer et al.: Protein- und Gehirnveränderungen bei

dementen Menschen

Die Alzheimerkrankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz, nicht aber die einzige. An-

dere Erkrankungen können ähnliche Symptome hervorrufen, zum Beispiel die vaskuläre De-

menz, die frontotemporale Demenz oder die Lewy-Körper-Demenz. All diesen Erkrankungen

ist gemein, dass sie durch spezifische Veränderungen im Gehirn gekennzeichnet sind, die

man unter dem Mikroskop oder biochemisch nachweisen kann. In Gehirnen älterer Men-

schen finden sich dabei häufig nicht nur Veränderungen einer Erkrankung, zum Beispiel der

Alzheimerkrankheit, sondern auch andere, beispielsweise vaskuläre Veränderungen.

In dieser Arbeitsgruppe werden wir die unterschiedlichen Erkrankungen kennenlernen und

Vorstellungen davon entwickeln, wie diese demenzielle Veränderungen hervorrufen. Die

Rolle unterschiedlicher Pathologien in ein und demselben Gehirn für die Demenzentstehung

und die klinische Diagnostik werden diskutiert.

In der Arbeitsgruppe soll dabei Grundwissen über die Neuroanatomie und Neuropathologie

der degenerativen und vaskulären Demenzen vermittelt werden. Die Teilnehmenden sollen

nach der gemeinsamen Arbeit in der Lage sein, eine kritische Sicht auf klinische und wis-

senschaftliche Befunde sowie die ihnen zugrunde liegenden pathologischen Korrelate zu

entwickeln.

Voraussetzung sind Grundkenntnisse der menschlichen Anatomie, der Biologie der Zelle

und des Proteinaufbaus und -nachweises (analog Leistungskurs Biologie oder 1. und 2. Se-

mester Medizin oder Biologie).

Prof. Dr. Dietmar R. Thal

Department of Neurosciences, Universiteit Leuven / Belgien

Prof. Dr. Johannes Attems

Institute of Neuroscience, Newcastle University / Großbritannien

Studierende der Humanmedizin, Tiermedizin, Biologie, Neurowissenschaften, Mole-

kularen Medizin und verwandter Lebenswissenschaften

Akademien

Akademie Ftan im Max Weber-Programm

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