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Projekt

3:

?Drag*you*Weimar?

THEATER

Projekt

4:

Recherchetheater: s*he-material

THEATER

Paul Felsmann

| Medizin, Charité, Berlin

Julian Mahid Hossain

| Deutsche Philologie und Geschichte, Universität Göttingen

Fabian Thon

| Psychologie, Universität Heidelberg

Anngret Schultze

| Kulturwissenschaften, Universität Lüneburg

In diesem Projekt erkunden die Teilnehmenden auf spielerische Weise die Möglichkeiten

und Grenzen von Genderperformanz und theatralem Ausdruck. In einer beispiellosen Ver-

quickung finden wir Geschlechtsidentitäten verknüpft mit bestimmten Verhaltensweisen,

Ausdrucksweisen und Äußerlichkeiten in allen Formen der Kultur. Drag ist eine moderne

Kunstform, die den Umgang mit Genderperformanz selbst reflektiert, karikiert und exaltiert.

Die Dramen der Weimarer Klassik bilden durch ihre Durchsetzung mit aufklärerischem Ge-

dankengut einen der Hauptausgangspunkte der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte,

doch gleichzeitig sind sie durch ihre Kanonisierung auch Ausgangspunkt von spezifischen

Geschlechterverhältnissen auf der Bühne. Diese Konstellationen sollen in diesem Projekt

mithilfe der Dragkunst herausgearbeitet, erkundet, erneuert und erschüttert werden.

„Maybe she born with it, maybe it was Maybelline“ – Mykki Blanco, Wavvy

In dieser Projektgruppe werden wir uns an einem theatralen Umgang mit Interviewmaterial

probieren. Recherchetheater ist die spannende Verbindung zwischen Theater und qualitati-

ven Forschungsmethoden – zwischen Kunst und Wissenschaft. Auf die wissenschaftlich-ori-

entierte Generierung des Materials folgt die künstlerische Umsetzung. Rechercheprojekte

„öffnen die Theaterhäuser für die Wirklichkeit draußen, bringen neue Themen und bislang

ungehörte Perspektiven auf die Bühnen“, schreibt nachtkritik.de.

Im Rahmen von s*he-material wollen wir uns mit Erwartungen an Geschlechterrollen ausein-

andersetzen. Wie prägen diese Erwartungen unsere Entwicklung? Und wie gehen wir damit

um? Im Vorfeld werden die Teilnehmenden jeweils ein Kurzinterview mit einer Person ihrer

Wahl führen. In der Projektgruppe wollen wir dann gemeinsam die Transkriptionen sichten,

Verbindungen zwischen den Narrativen herstellen und Inszenierungsmöglichkeiten abseits

des konventionellen Theaters entwickeln.

Akademien

offen für jedes Studienalter

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9. bis 17. September 2017

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