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Arbeitsgruppe

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Die Grenzüberschreiter – Journalisten im Kalten Krieg

Wenn sogar eine Regierung einem ‚Feindsender‘ mehr vertraut als den von ihr gelenkten

Medien, dann ist das der ganz normale Wahnsinn des Kalten Krieges. Wir werfen einen in-

tensiven Blick auf den Sender (Radio Freies Europa), die Regierung (Polen) und fragen, was

sich – außer der Übermittlungstechnik – im Vergleich zu heute geändert hat.

Radio Freies Europa und Radio Liberty (RFE / RL) sollten nach dem Willen ihrer US-ameri-

kanischen Geldgeber aus dem Ausland (München) als ‚Inlandssender‘ auf die Öffentlichkeit

in den Ostblockstaaten einwirken. Am Mikrofon saßen Emigranten aus den Ländern. Po-

litische Vorgaben kamen aus Washington, das Geld bis 1971 vom Geheimdienst CIA. Die

Propaganda war trotzdem beliebt. Und die Regierenden in Polen nutzten die Sendemanu-

skripte, um sich über die Lage im eigenen Land zu informieren.

RFE und RL hatten keine Korrespondenten in ihrem Zielgebiet. Wie kamen sie an ihre In-

formationen? Worin, wenn überhaupt, unterscheiden sich RFE und RL von einem Sender

wie Russia Today, der aus Deutschland für Deutschland die russische Weltsicht zum Besten

gibt? Nach einem ausführlichen Ausflug in die Historie wird in der zweiten Wochenhälfte die

heutige Welt im Mittelpunkt stehen.

Dr. Peter Sturm

Politik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt / M.

Reinhard Veser

Politik, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt / M.

Studierende der Geisteswissenschaften sowie der Rechts-, Wirtschafts- und Sozial-

wissenschaften; Englisch- und Russischkenntnisse sind von Vorteil.

Akademien

Kulturakademie Weimar

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