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Arbeitsgruppe

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Der Jugoslawien-Konflikt und die neue

Völkerrechtsordnung

In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts brach die vormalige Sozialistische Födera-

tive Republik Jugoslawien in mehreren teils blutigen Konflikten auseinander. Eine Stabili­

sierung der Balkanregion konnte schließlich nur mit erheblichem Einsatz der internationalen

Gemeinschaft erreicht werden. Dieser langwierige und von heftigen Kontroversen begleitete

Prozess führte zur Umgestaltung überkommener und zur Herausbildung neuer Rechts­

grundsätze und Institute des Völkerrechts, im Bereich der Staatensukzession ebenso wie

bei der Entwicklung der internationalen Strafgerichtsbarkeit und des Rechts der humanitären

Intervention, die durch den Jugoslawien-Konflikt entscheidende Impulse erhielten. Die Arbe-

itsgruppe will danach fragen, wie stabil die Nachkriegsordnung auf dem Balkan sich heute

darstellt und was von den im Zuge des Jugoslawien-Konflikts entwickelten Prinzipien und

Verfahren der Konfliktbeilegung und Friedenssicherung im Lichte der aktuellen blutigen Kri­

sen in Osteuropa und im Nahen Osten übrig geblieben ist.

Prof. Dr. Thilo Marauhn

Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht, Universität Gießen

Prof. Dr. Rainer Grote

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht,

Heidelberg

Studierende der Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft, insbesondere der

internationalen Beziehungen, sowie der Geschichte, insbesondere der Zeitgeschichte

Akademien

ab dem 5. Semester und Doktoranden

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19. bis 28. September 2017

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