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Das Konzept der Atmosphäre hat seit dem Aufkommen der Naturästhetik eines Gernot Böh-

me und der Neuen Phänomenologie eines Hermann Schmitz – also ungefähr in den letzten

30 Jahren – mehr und mehr Beachtung in den Geistes- und Sozialwissenschaften gefunden.

Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Die Idee der Atmosphäre birgt großes analytisches

Potenzial für ein besseres Verständnis der nicht zu leugnenden komplexen Bedeutsamkeit

von Situationen, die sich anderen analytischen Zugriffen zu entziehen scheinen.

Die Wirkungsmacht von Klang und Musik vollzieht sich zu erheblichem Teil atmosphärisch,

weswegen wir in unserer Arbeitsgruppe diesen Nexus zentral stellen werden, um einerseits

der musikalisch-klanglichen Komponente von Atmosphäre und andererseits der atmosphäri-

schen Komponente von Musik und Klang näherzukommen. Die Permeabilität der vermeintli-

chen Subjekt / Objekt-Dichotomie, die Möglichkeiten und Grenzen der Dingontologie gegen-

über der Bewegungsontologie sowie Grundsatzfragen zur Rolle des eigenleiblichen Spürens

in der Klangerfahrung werden zu den zentralen Themen zählen.

Prof. Dr. Birgit Abels

Musikwissenschaftliches Seminar, Universität Göttingen

Prof. Dr. Patrick Eisenlohr

Centre for Modern Indian Studies, Universität Göttingen

Studierende der Geisteswissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissen-

schaften, Ingenieurwissenschaften sowie Kunstwissenschaften und Kunst

Arbeitsgruppe

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Atmosphären

Akademien

ab dem 5. Semester und Doktoranden

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20. August bis 2. September 2017

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