Studienstiftung Jahresbericht 2012 - page 84

Promotionsförderung
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SCHWERPUNKT: LÄNGSSCHNITTSTUDIE ZUR SITUATION VON
PROMOVIERENDEN
Als erstes und bis vor kurzem einziges Begabtenförderungswerk
ist die Studienstiftung Partner des Promovierendenpanels, das seit
2009 vom Institut für Forschungsinformation und Qualitätssiche-
rung (iFQ) betreut wird. Diese Längsschnittstudie untersucht die
Situation von Promovierenden in Deutschland und ihre beruf-
lichen Werdegänge. Neben der Studienstiftung beteiligen sich acht
Universitäten sowie Graduiertenschulen und Graduiertenkollegs
an der Untersuchung, was einen Vergleich von Promotionsbedin-
gungen in unterschiedlichen Kontexten ermöglicht. Die im Herbst
2012 vom iFQ zur Verfügung gestellte Auswertung der ersten drei
Befragungsjahre ist für die Studienstiftung erfreulich.
Obwohl die Teilnahme an der Befragung für die Stipendiatinnen
und Stipendiaten der Studienstiftung freiwillig ist, beteiligen sich
mehr als 50% der Geförderten. Mit einer nahezu ausgeglichenen
Verteilung der Geschlechter (49% Frauen) repräsentiert das Sam-
ple die Promotionsstipendiaten fachlich sehr gut: 37% Geisteswis-
senschaften, 22% Sozialwissenschaften, 41% Naturwissenschaften
– erstere sind in der Studienstiftung stärker repräsentiert als in
den Vergleichsgruppen, letztere schwächer. Der Anteil an Erstaka-
demikern unter den Promovierenden der Studienstiftung ist mit
31% ähnlich hoch wie bei den Vergleichsgruppen.
Mit der Betreuung an der Universität sind drei Viertel der Be-
fragten sehr oder überwiegend zufrieden (Stufe 4 und 5 einer Fün-
ferskala). Die Zufriedenheit ist signifikant höher als bei den Ver-
gleichsgruppen von Universitäten und Graduiertenprogrammen.
Die Veranstaltungen der Studienstiftung werden besonders posi-
tiv erlebt: Über alle Fächer hinweg äußern sich mehr als 90% der
Stipendiaten sehr oder überwiegend zufrieden mit den von ihnen
besuchten Veranstaltungen.
Von den erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerbern um ein
Promotionsstipendium wird das Gutachtergespräch im Rahmen
des Auswahlverfahrens mehrheitlich und in allen Fachbereichen
als inspirierend und konstruktiv für das eigene Projekt empfun-
Vergleich von
Promotions-
bedingungen
Verteilung der
Geschlechter
ausgeglichen
1...,74,75,76,77,78,79,80,81,82,83 85,86,87,88,89,90,91,92,93,94,...220
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