Studienstiftung Jahresbericht 2012 - page 79

Promotionsförderung
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AUSWAHL UND STIPENDIEN
Der deutliche Anstieg der Bewerberzahlen von 2007 bis 2011 hat
sich im Jahr 2012 nicht fortgesetzt: In der ersten Stufe des zwei-
stufigen Doktoranden-Auswahlverfahrens erreichten uns 1313
Anträge – knapp 200 weniger als im Vorjahr in welchem die bis-
her höchste Bewerberzahl überhaupt erreicht wurde. Aufgrund
der hohen Aufnahmezahlen in den Vorjahren und des nicht wei-
ter gestiegenen Etats für die Promotionsförderung musste die Zahl
der Aufnahmen deutlich reduziert werden, nur 26% der Anträge
konnten positiv entschieden werden. Dennoch blieb die Zahl der
Stipendiatinnen und Stipendiaten in der Promotionsförderung bis
zum Sommer 2012 auf hohem Niveau (zeitweilig um 1000 Stipen-
diaten). Dies hatte in Kombination mit dem erstmals gleichblei-
benden Etat einen finanziellen Engpass zur Folge: Neue Promo-
tionsstipendiaten mussten bis zu vier Monate auf den Beginn der
Förderung warten; zusätzlich wurden Sparmaßnahmen bei den
aktuell Geförderten notwendig, so dass für einige Monate keine
Auslandsstipendien für Doktoranden vergeben werden konnten.
Dank freigewordener Mittel entspannte sich imHerbst die Finanz-
lage, so dass vor allem Kongressbesuche und Forschungsaufent-
halte im Ausland wieder angemessen unterstützt werden können.
Für die Geförderten sehr erfreulich ist die in diesem Jahr durch
das BMBF erfolgte Neuregelung der monatlichen Auslandspau-
schalen: Diese sind nun an die Pauschalen in der Studienförde-
rung angeglichen und orientieren sich damit weitaus besser als
zuvor an den tatsächlichen Kosten, die bei forschungsorientierten
Auslandsaufenthalten entstehen.
Neben der finanziellen Förderung in Höhe von 1.150 Euro monat-
lich (einschließlich der Forschungskostenpauschale von 100 Euro)
steht den Doktoranden das Akademieprogramm, Sprachkurse
und Aktivitäten an der Hochschule offen. Die drei Doktoranden-
foren „Gesellschaft“, „Kultur“ und „Natur“ sind für die Promoti-
onsstipendiaten ein spezifisches und zentrales Element der Förde-
rung. Bei diesen zweimal im Jahr stattfindenden Foren stellen sich
die Doktoranden ihre eigenen Forschungsprojekte einander vor
und diskutieren inhaltliche und methodische Fragen ebenso wie
Stipendiatenzahlen
auf hohem Niveau
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