Studienstiftung Jahresbericht 2012 - page 27

Studienförderung
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rechne. Dies ist umso bedeutsamer, als dass unter den „Non-Re-
spondern“ Frauen ebenso überrepräsentiert sind wie Studierende
aus nicht-akademischem Elternhaus. Die Studienstiftung wird da-
her überprüfen, wie gerade diese Gruppen stärker zur Teilnahme
ermutigt und ggf. abschreckende Kommunikation abgebaut wer-
den kann.
„In einer anderen Welt“
Die Benachrichtigung der Universität, mich bei der Studien-
stiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen zu haben, kam
damals relativ überraschend für mich. Obwohl ich mich zu-
vor nicht über Stipendienmöglichkeiten informiert hatte, war
mir die Studienstiftung bereits ein Begriff. Jedoch war ich
nach genauerer Recherche umso erstaunter und von den Fak-
ten über Aufnahme, Förderung und Mitglieder etwas einge-
schüchtert. Ohne pessimistisch zu sein, malte ich mir meine
Aufnahmechancen eher gering aus.
Das Auswahlwochenende bescherte mir sehr viele interes-
sante, neue Eindrücke und spannende Begegnungen. Den-
noch fühlte ich mich etwas in einer anderen Welt, da fast alle
meine Mitstreiter aus akademischen Familien kamen, beein-
druckende Fähigkeiten und Lebensläufe hatten und sie ein-
fach andere Hintergründe zu haben schienen. Da konnte ich
nicht ansatzweise mithalten und dieses Gefühl schmälerte die
Einschätzung meiner Chancen obendrein. Die Nachricht der
erfolgreichen Aufnahme in die Studienstiftung war daher um-
so überraschender und schöner für mich. Ich empfand es als
Auszeichnung meiner Person, meines Charakters und meiner
Werte, was mir mehr bedeutet als eine finanzielle Förderung.
Tamara Simon, Wirtschaftswissenschaft, Universität Hannover
"Non-Responder"
stärker ermutigen
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