Studienstiftung Jahresbericht 2012 - page 22

Studienförderung
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SCHWERPUNKT: EVALUATION DER AUSWAHL
Hintergrund und Methodik
Zentraler Auftrag der Evaluation, die die Studienstiftung im Rahmen
ihres Chancenprogramms auf den Weg gebracht hat, war es zu über-
prüfen, ob die klassischen Abitur- und Hochschulauswahlverfahren
fair und ob sie methodisch auf der Höhe der Zeit sind. Von der Un-
tersuchung ausgespart waren die Verfahren der Künstler- und Musi-
kerförderung sowie die Selbstbewerbung.
Die Fairness der Zugangswege und Auswahlverfahrenwurdemit Blick
auf die Merkmale Geschlecht, akademisches/nicht-akademisches El-
ternhaus und Migrationshintergrund der Bewerber untersucht. Die
Qualität der Zugangswege und der Auswahlverfahren wurde darauf-
hin überprüft, ob die Vorschlagenden die Kriterien der Studienstif-
tung zuverlässig anwenden. Darüber hinaus ging die Evaluation der
Frage nach, ob und inwiefern sich Studienstiftler von abgelehnten Be-
werbern sowie der „Normgruppe“ der Studierenden unterscheiden.
Die Auswahlverfahren wurden außerdemmit Auswahlverfahren be-
sonders kompetitiver ausländischer Hochschulen verglichen.
Durchgeführt wurde die Evaluation vomZentrum für Evaluation und
Methoden (ZEM) der Universität Bonn, das bis zum Sommer 2012
seinen Abschlussbericht vorlegte. Der Abschlussbericht wurde auf der
Homepage der Studienstiftung veröffentlicht (s. Publikationen).
Die Evaluatoren verwendeten sowohl qualitative als auch quanti-
tative Methoden und bezogen alle an der Auswahl beteiligten Per-
sonengruppen ein: Befragt wurden Vorschlagende, abgelehnte
Bewerber, Stipendiaten, Alumni, Kommissionsmitglieder sowie
Referenten der Geschäftsstelle. Die Ergebnisse der qualitativen Er-
hebungen (strukturierte Interviews, Beobachtung von Auswahlse-
minaren, Sekundärdaten- und Dokumentenanalysen) dienten der
Konzeption der quantitativen Erhebungen. Auf letztere stützen sich
imWesentlichen die hier zusammengefassten Analysen und Ergeb-
nisse. Insgesamt wurden 16.000 Fragebögen ausgewertet, darunter
5.000 von abgelehnten Bewerberinnen und Bewerbern und fast 500
von Personen, die trotz Vorschlags an keinem Auswahlverfahren
teilgenommen haben („Non-Responder“).
Faire Auswahl?
Qualität von
Zugangswegen und
Auswahlverfahren
Abschlussbericht
veröffentlicht
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