Voraussetzungen

Die Förderung der Studienstiftung richtet sich grundsätzlich nach den Vorgaben des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG).

Sie können sich für ein Stipendium der Studienstiftung bewerben oder dafür vorgeschlagen werden, wenn Sie:

  • an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule (Universität, Fachhochschule, Kunst- und Musikhochschule) in Deutschland studieren oder
  • einen Teil oder Ihr gesamtes Studium an einer Hochschule in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder in der Schweiz absolvieren*.

Zusätzlich müssen Sie eine EU-Staatsangehörigkeit* besitzen oder die Vorgaben der §§ 8 Abs. 1 bis 3 oder 61 BAföG erfüllen. Kommen Sie aus einem Mitgliedstaat der EU, müssen Sie dauerhaft in Deutschland studieren und hier einen Abschluss anstreben, um zum Auswahlverfahren zugelassen zu werden. Die Förderung im Ausland bzw. die Förderung von Deutschen im Ausland regeln §5 und §6 des BAföG.

Die Voraussetzungen nach §8 Abs. 1 bis 3 BAföG erfüllen alle deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, in der Regel Bildungsinländerinnen und Bildungsinländer sowie in Deutschland daueraufenthaltsberechtigte Personen; darüber hinaus auch anerkannte Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte; Geduldete jedoch erst nach einer 15-monatigen Wartefrist.

Nur ein Studium in Vollzeit kann von der Studienstiftung gefördert werden, nicht jedoch Teilzeitstudiengänge. Ausbildungs- und praxisintegrierte duale Studiengänge an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen sowie der DHBW können in der Regel gefördert werden, sofern es sich um Vollzeitstudiengänge handelt.

Für die Bewerbung gibt es keine formalen Altersgrenzen.

Befinden Sie sich in einem Zweit-, Zusatz-, Weiterbildungs- oder Aufbaustudium, können Sie sich für die regulären Stipendien leider nicht bewerben.

Studierende, die einen Fachwechsel nach Beginn des 4. Hochschulsemesters vorgenommen haben, können i. d. R. nicht gefördert werden. Maßgeblich bei der Prüfung ist die Einstufung in das Fachsemester im neuen Studiengang gemäß Immatrikulationsbescheinigung. Ein Fachwechsel im Masterstudium schließt eine Förderung ebenfalls aus. Ausnahmen davon sind Fachwechsel aus einem unabweisbaren Grund nach BAföG §7 Abs. 3.

Studieren Sie in einem künstlerischen oder gestalterischen Studiengang, können Sie nicht von Ihrer Schulleitung, Ihrem Prüfungsamt oder durch Hochschullehrende vorgeschlagen werden – für diese Fächer gibt es ein gesondertes Auswahlverfahren. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob ein Studiengang zum künstlerisch-gestalterischen Bereich zählt, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Das Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes schließt eine gleichzeitige (finanzielle wie ideelle) Förderung durch das Deutschlandstipendium, ein Stipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) oder ein Stipendium der anderen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Begabtenförderwerke aus. Der Erhalt eines dieser Stipendien stellt für uns keinen Hinderungsgrund für einen Vorschlag und eine nachfolgende Bewerbung dar. Wenn Sie eine Förderzusage durch die Studienstiftung erhalten und von der Studienstiftung gefördert werden möchten, müssen Sie unser Stipendium zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens aber zum nächsten Oktober nach dem Aufnahmebescheid antreten und damit die Mitgliedschaft in einem anderen Stipendienprogramm bzw. in einem anderen Förderwerk beenden.

Studierende, die aufgrund der genannten Voraussetzungen während ihres Bachelorstudiums vom Auswahlverfahren ausgeschlossen sind, haben die Möglichkeit, für ein förderfähiges Masterstudium vorgeschlagen zu werden, sofern für dieses bereits ein gültiger Zulassungsbescheid vorliegt (entsprechende Unterlagen bitte dem Vorschlag bzw. den Bewerbungsunterlagen beifügen).

* Mit dem Austritt Großbritanniens und Nordirlands aus der EU sind grundständige Studiengänge dort seit dem 01. Januar 2021 nicht mehr förderbar. Auch Vorschläge von britischen Hochschullehrerinnen und -lehrern können wir nicht mehr entgegennehmen.