Förderkonzept

Hier erfahren Sie, welche Ziele wir mit unserer Promotionsförderung verfolgen und wie wir diese gestalten.

Die Studienstiftung fördert Promovierende unterschiedlicher fachlicher und persönlicher Hintergründe. Sie sind vereint in ihrem besonderen wissenschaftlichen Leistungsvermögen, in ihrer über die eigene Disziplin und Lebenswelt hinaus reichenden Neugier sowie in ihrem ausgeprägten gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein. Ziel der Förderung ist es, die Promotionsstipendiatinnen und -stipendiaten bestmöglich darin zu unterstützen, diese Talente weiter zu entfalten und für die Allgemeinheit einzusetzen – sei es im Rahmen einer weiteren akademischen Laufbahn oder in vielfältigen anderen beruflichen wie persönlichen Kontexten.

Die Finanzierung durch das Stipendium ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden wertvolle Freiräume – etwa bei der Wahl von Thema und Betreuung des Dissertationsprojekts, beim Zeitbudget, das für die wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung steht, sowie bei der individuellen Ausgestaltung des Forschungs- und Arbeitsprozesses. Darüber hinaus können promotionsrelevante Auslandsaufenthalte gefördert werden. Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Kindern werden durch zusätzliche Mittel unterstützt. Zudem können die Promovierenden ihr Stipendium mit einer Viertelstelle im Bereich Forschung und Lehre kombinieren und so in einem klar begrenzten Rahmen wichtige akademische Lehr- und Verwaltungserfahrung sammeln; Stipendiatinnen und Stipendiaten an bayerischen Hochschulen haben über das in Kooperation mit dem Freistaat Bayern durchgeführte Marianne-Plehn-Programm die Möglichkeit, eine solche Viertelstelle unabhängig von den Mitteln des jeweiligen Fachbereichs selbst einzuwerben.

Das Stipendium ermöglicht einen hohen Grad an Freiheit. Gleichzeitig stellt bereits das differenzierte Auswahlverfahren sicher, dass hochwertige Dissertationsprojekte von Promovierenden, die hierfür die spezifische Qualifikation mitbringen, unter angemessenen und klaren Rahmenbedingungen entstehen. Zu den strukturierenden Elementen nach Aufnahme in die Förderung gehören regelmäßige Berichtspflichten, eine individuelle Betreuung durch Vertrauensdozentinnen und -dozenten wie Referentinnen und Referenten sowie ideelle Programmangebote, die zur wissenschaftlichen wie persönlichen Weiterentwicklung und Vernetzung beitragen. Dass auf diese Weise weit überdurchschnittlich bewertete Arbeiten in klar überschaubaren Zeiträumen entstehen und die Promovierenden innerhalb wie außerhalb der Wissenschaft hochanschlussfähig sind, hat nicht zuletzt die Absolventenstudie von 2016 zur Promotionsförderung der Studienstiftung gezeigt.

Die Angebote der ideellen Förderung bieten den Doktorandinnen und Doktoranden Möglichkeiten zur fachwissenschaftlichen Vertiefung, eröffnen differenzierte Einblicke in Themen wie Methodiken anderer Fächerkulturen und schulen so ein breites wissenschaftliches Urteilsvermögen; zudem regen sie zu übergeordneten Reflexionsprozessen an, die forschungs- und / oder gesellschaftsrelevante Herausforderungen über disziplinäre Grenzen hinaus betreffen. Hinzu kommen Qualifizierungsangebote zum Ausbau persönlicher Kompetenzen, welche die Promovierenden in ihren aktuellen sowie künftigen Verantwortlichkeiten bestmöglich fördern sollen. Die intensiven Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten im Rahmen des ideellen Angebots binden die Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht zuletzt in eine wertschätzende und unterstützende Gemeinschaft ein. Aktuell und ehemals Geförderte sowie ehren- und hauptamtlich tätige Ansprechpersonen begleiten sie bei den vielschichtigen Herausforderungen der Promotionsphase sowie auf dem Weg darüber hinaus.