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weitergeben – Engagementpreise 2019 gehen an elf gemeinnützige Projekte

Rick Wolthusen (2. v. l.) während einer Brain Awareness-Unterrichtseinheit mit Public Health-Studenten in Kisumu © On The Move

Der Stipendiat Rick Wolthusen erhält den Engagementpreis 2019 der Studienstiftung. Fünf weitere Geförderte werden als Finalistinnen und Finalisten geehrt. Bei den Starterpreisen, mit denen ehrenamtliche Initiativen in der Aufbauphase unterstützt werden, setzen sich vier Stipendiatinnen und ein Stipendiat mit ihren Projekten durch.

Engagementpreisträger 2019

Der mit 5.000 Euro dotierte Engagementpreis 2019 geht an Rick Wolthusen und seinen Verein „On  The Move“. Der gemeinnützige Verein wurde 2013 gegründet und macht sich seither für die Belange psychisch kranker Menschen insbesondere in Ghana und Kenia stark, die aufgrund ihrer Erkrankung gesellschaftlich ausgegrenzt werden. „On The Move“ setzt auf gesundheitliche Bildung sowie auf medizinische Behandlung der Patientinnen und Patienten und deren Reintegration in die Gesellschaft.

„Der Engagementpreis 2019 würdigt unseren umfassenden Ansatz, die Patientinnen und Patienten in die Gesellschaft zu integrieren“, sagt Rick Wolthusen. Das Preisgeld soll in die Finanzierung von Mikrokrediten für unternehmerische Projekte der Betroffenen fließen.

Rick Wolthusen ist seit 2009 Stipendiat der Studienstiftung. Nach einem abgeschlossenen Medizinstudium studiert der 28-Jährige derzeit im Masterstudiengang Public Policy an der Harvard Kennedy School in Cambridge, Massachusetts, USA.

Finalistinnen und Finalisten des Engagementpreises 2019

Neben dem Preisträger Rick Wolthusen hat die Jury zwei weitere Bewerberinnen und drei Bewerber als Finalisten in der Kategorie Engagementpreis prämiert, deren Projekte das vielfältige Engagement der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung widerspiegeln:

  • Nino Dammann engagiert sich in dem Verein „CSD Cloppenburg“, der sich für die gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten im ländlichen Raum einsetzt.
  • Marie Decker ist erste Vorsitzende von „Etudes Sans Frontières – Studieren Ohne Grenzen Deutschland“, einem studentischen Verein, der den Ausbau der Hochschulbildung in Konfliktgebieten wie Afghanistan oder Sri Lanka unterstützt.
  • Joshua Kriesmann, Gründer des Vereins „Schüler treffen Flüchtlinge“, schult unter dem Titel „Aktion Zukunft“ Schülerinnen und Schüler mit und ohne Fluchthintergrund, die sich für Geflüchtete einsetzen möchten.
  • Lena Muhs wirkt im Verein „International Peace Observers Network“, indem sie auf den Philippinen Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und diese internationalen sowie staatlichen Akteuren zur Kenntnis bringt.
  • Lukas Wessel schafft in der studentischen Initiative „Wanderful“ unter dem Motto „Raus aus der Schule – rein in die Natur“ neue Lernwelten und Entfaltungsmöglichkeiten für Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Bochum. Für den Engagementpreis lagen insgesamt 39 Bewerbungen vor.

Preisträgerinnen und Preisträger des Starterpreises 2019

In der Kategorie Starterpreise lagen der Jury 32 Bewerbungen vor. Vier Stipendiatinnen und ein Stipendiat konnten mit ihren Projektideen in besonderer Weise überzeugen:

  • Alina Bill-Weilandt hat „The Policy Corner“ mitgegründet, eine unabhängige Plattform für den forschungsbasierten weltweiten Austausch zu politischen und gesellschaftlichen Fragen.
  • Emilie Luise Burfeind erforscht im Rahmen des Projekts „plant b – aus der Natur – zurück in die Natur“ nachhaltige Alternativen für industrielle Produktionsprozesse, etwa abbaubare Materialien für 3-D-Drucker.
  • Micha Jonathan Kretschmann konzipiert im Rahmen des Architekturprojektes „Suddo Neuve – Rethinking Habitat“ gemeinsam mit den Einheimischen mögliche Prototyphäuser für ein Dorf im Senegal am Übergang von der traditionellen zur einer zeitgemäßen kleinstädtischen Bebauung.
  • Lisa von Rabenau entwickelt die Online-Plattform „Aashna“ für eine bessere Gesundheitsversorgung im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir, wo die Bevölkerung psychisch schwer unter dem anhaltenden Kaschmir-Konflikt leidet.
  • Armanda Serwah plant unter dem Label „Black Ink“ regelmäßige künstlerische Treffen für junge schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen in Berlin.

Preisverleihung und Spendenaufruf

Der Engagementpreisträger, die Finalistinnen und Finalisten sowie die Starterpreisträgerinnen und -träger werden ihre Initiativen im Rahmen einer Festveranstaltung am 13. Mai 2019 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften präsentieren.

Auch in diesem Jahr unterstützt die Studienstiftung das gesellschaftliche Engagement des Engagementpreisträgers und der Finalistinnen und Finalisten wieder mit einem breit angelegten Spendenaufruf. Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie ab 20. November auf der Homepage der Studienstiftung.

Weitere Informationen

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