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„Vorabitur-Auswahl“: Studienstiftung weitet Pilotprojekt bundesweit aus

Mit der „Vorabitur-Auswahl“ möchte die Studienstiftung talentierte und motivierte Schüler:innen fördern, die besonders von einer frühzeitigen Stipendienzusage profitieren. In der Auswahlsaison 2026/2027 wird das Pilotprojekt auf ganz Deutschland ausgeweitet. Schulleitungen können bis zum 15. Juli 2026 Schüler:innen aus dem Jahrgang vor dem Abschluss für eine frühe Stipendienzusage vorschlagen.
Im Rahmen der Ausweitung des Vorabitur-Vorschlags ermöglicht die Studienstiftung in der kommenden Auswahlsaison in allen Bundesländern besonders talentierten und motivierten Schüler:innen eine frühe Stipendienzusage – bereits vor dem Erwerb der Hochschul- oder Fachhochschulreife. Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die in ihren Elternhäusern nur über geringe finanzielle Ressourcen verfügen oder in ihrer Bildungsbiografie vor besonderen Herausforderungen stehen.
Mit dem Pilotprojekt möchten wir den Weg ins Studium für diese Zielgruppe erleichtern: Eine frühe Förderzusage soll dabei helfen, Studienentscheidungen unabhängiger von finanziellen Sorgen zu treffen, sich frühzeitig zu orientieren und den Übergang von der Schule an die Hochschule selbstbewusster zu gestalten.
Nach einem ersten Durchlauf in der Auswahlsaison 2025/2026 in sieben Bundesländern sowie in Kooperation mit dem NRW-Zentrum für Talentförderung und Talent im Land Bayern wird das Pilotprojekt in der kommenden Auswahlsaison auf ganz Deutschland ausgeweitet. Zudem sind Kooperationspartner der Studienstiftung, die sich im Bereich Bildungsgerechtigkeit engagieren, eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen.
Die Ausweitung des Pilotprojekts erfolgt auch auf Basis der positiven Erfahrungen und Rückmeldung aus der vergangenen Auswahlsaison. Sowohl hinsichtlich der Teilnahmequote der Vorgeschlagenen am weiteren Bewerbungsprozess als auch beim Anteil der ausgesprochenen Förderzusagen an allen Bewerbungen schnitt die „Vorabitur-Auswahl“ in der Auswahlsaison 2025/26 ähnlich gut ab wie der reguläre Schulvorschlag. Gleichzeitig konnten bestimmte soziodemographische Zielgruppen besser erreicht werden.
Wer kann vorgeschlagen werden?
Im Rahmen des Pilotprojekts können Schulleitungen aller zur Hochschul- oder Fachhochschulreife führenden Schulen im Jahr 2026 zusätzlich zu ihren regulären Vorschlägen eine:n Schüler:in aus der Jahrgangsstufe vor dem Abschlussjahrgang nominieren. Schulleitungen können ihre Vorschläge bis zum 15. Juli 2026 einreichen.
Der Vorabitur-Vorschlag richtet sich insbesondere an Schüler:innen,
- die kaum finanzielle Unterstützung von ihren Eltern erhalten,
- deren Eltern selbst nicht studiert oder nicht das deutsche Bildungssystem durchlaufen haben und den Bildungsweg ihrer Kinder deshalb nur bedingt unterstützen können,
- deren persönliche, familiäre oder soziale Situation in anderer Weise besonders herausfordernd ist.
Schulleitungen entscheiden frei, welche Person aus ihrer Sicht besonders von einem Vorabitur-Vorschlag und einer möglichen frühen Förderzusage profitieren würde.
Wie läuft das Verfahren ab?
Vorgeschlagene Schüler:innen können selbst entscheiden, ob sie sich bereits im Abschlussjahr oder erst bei Studienbeginn für die Studienstiftung bewerben möchten.
Für diejenigen, die sich bereits im Abschlussjahr bewerben, bietet die Studienstiftung eigene digitale Auswahlseminare im Zeitraum November 2026 bis Februar 2027 an. Dabei gelten dieselben Auswahlkriterien wie im regulären Auswahlverfahren für Studienanfänger:innen. Bei einer Aufnahme in die Studienstiftung beginnt die Förderung mit Beginn eines förderfähigen Studiums.
Bereits vor Studienbeginn stehen den Neuaufgenommenen Ansprechpersonen in der Geschäftsstelle der Studienstiftung für Fragen zur Studienplanung und Förderung zur Verfügung. Außerdem können sie sich über die Botschafter:innen der Studienstiftung frühzeitig mit lokalen Hochschulgruppen vernetzen und sich über Studienfächer und Hochschulorte informieren.
Kontakt bei Rückfragen
abi-auswahl(at)studienstiftung(dot)de


