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Public History-Projekt zu den Ausschlüssen von Geförderten 1933/34

Seit einem knappen Jahr arbeitet eine stipendiatische Projektgruppe unter wissenschaftlicher Leitung daran, die Biografien der Geförderten, die 1933/34 aus antisemitischen und politisch-ideologischen Gründen aus der Studienstiftung ausgeschlossen wurden, zu rekonstruieren und sichtbar zu machen. Im April trafen sie sich zu einem gemeinsamen Workshop in Berlin.
Die Geschichte der Ausschlüsse wurde bereits in Ansätzen erforscht, nicht aber die Biografien der über 70 Geförderten, die davon betroffen waren. Die Projektgruppe verfolgt daher das Ziel, nun auch die individuellen Biografien der Betroffenen zu erforschen und sichtbar zu machen. Initiiert wurde das Vorhaben im Kontext des 100. Gründungsjubiläums der Studienstiftung. Für dieses Projekt konnten sich Geförderte aller Fachrichtungen ab dem vierten Fachsemester mit Interesse an historischen Fragestellungen bewerben. Aus knapp 60 Bewerbungen wurden rund 20 Personen für die zunächst auf ein Jahr angelegte Projektarbeit ausgewählt.
In den vergangenen Monaten haben die Geförderten zahlreiche Archive besucht und damit begonnen, das Quellenmaterial auszuwerten und erste Biogramme zu verfassen. Hierfür trafen sich die Projektteilnehmenden in drei Präsenz- und vier digitalen Workshops. Die wissenschaftliche Leitung des Projektes liegt bei Prof. Dr. Friedrich Kießling, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Bonn, und Prof. Dr. Alexander Gallus, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte der TU Chemnitz. Das Projekt orientiert sich an den Grundsätzen der Public History: Es legt besonderen Wert auf einen niedrigschwelligen Zugang zu den Ergebnissen sowie auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit der Recherche und der methodischen Vorgehensweise.
Bei ihrem Workshop Mitte April in Berlin kamen die Geförderten und die wissenschaftliche Leitung erneut zusammen, um die Arbeitsergebnisse der letzten Monate vorzustellen, gemeinsam an den ersten fertig recherchierten Biogrammen zu arbeiten und die nächsten Arbeitsschritte zu präzisieren.


