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Natascha Sadr Haghighian gestaltet den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2019

Natascha Süder Happelmann (re.) und ihre Sprecherin Helene Duldung (li.) bei der Präsentation in Berlin © Stefan Fischer

Die Künstlerin Natascha Sadr Haghighian, ehemalige Stipendiatin des Karl Schmidt-Rottluff Stipendiums der Studienstiftung, gestaltet den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2019.

Die Installations- und Performancekünstlerin Natascha Sadr Haghighian gestaltet den deutschen Pavillon auf der 58. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia 2019. Das Spiel mit Identitäten gehört zum Kunstkonzept von Natascha Sadr Haghighian, die als wichtige Stimme der Gegenwartskunst gilt.

So wählte die an der Hochschule für Künste Bremen als Professorin für Bildhauerei lehrende Künstlerin für ihre Präsentation den Namen Natascha Süder Happelmann. Bei der Vorstellung verbarg Haghighian ihren Kopf unter einer an einen riesigen Stein erinnernden Skulptur. Sie ergriff nicht selbst das Wort, sondern ließ eine Sprecherin für sich reden.

In der Pressemappe  des Instituts für Auslandsbeziehungen, die den deutschen Pavillon seit 1971 koordiniert, heißt es, Natascha Süder Happelmanns Arbeit untersuche, wie Welt gemacht werde und welche bio- und  geopolitischen Wechselwirkungen und Verstrickungen dem zugrunde lägen.

Haghighian hat unterschiedliche Auszeichnungen und Stipendien erhalten und kann diverse Gruppen- und Einzelausstellungen vorweisen Sie stellte ihre oft politischen und gesellschaftskritischen Werke zuletzt unter anderem in Florenz, Stockholm, Berlin, Innsbruck sowie auf der Documenta 14 in Kassel aus. Zu ihren Arbeiten gehören Installationen wie Pssst Leopard 2A7+, Onco-Mickey-Catch und Fuel to the Fire.

Die Arbeiten sind während der Biennale vom 11. bis zum 24. November 2019 in Venedig zu sehen.

Über das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium

Die Studienstiftung hat Natascha Sadr Haghighian 1995 mit dem Karl Schmidt-Rottluff Stipendium gefördert. Das Stipendium wird  für hervorragende künstlerische Leistungen an bildende Künstlerinnen und Künstler vergeben und umfasst neben einem monatlichen Stipendium und der Teilnahme am Bildungsprogramm eine Gruppenausstellung in der Düsseldorfer Kunsthalle sowie eine Katalogproduktion. Begründet wurde das renommierte Förderprogramm im Jahr 1975 durch Karl Schmidt-Rottluff, der sein privates Vermögen in die Karl Schmidt-Rottluff Förderungsstiftung einbrachte.

2001 wurde bereits Gregor Schneider, ebenfalls KSR-Stipendiat der Studienstiftung, für seine Gestaltung des Deutschen Pavillons mit dem Goldenen Löwen der Biennale ausgezeichnet. Auf den letzten beiden Biennalen (2015/2017) waren auch die Künstlerinnen Mariechen Danz, Alicja Kwade und Katharina Grosse, alle Alumnae des KSR-Stipendiums, auf die Biennale in Venedig eingeladen.

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