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Musikakademie Brixen: Ein Konzert der Superlative

© Miriam Lormes/Studienstiftung

Vor begeistertem Publikum führte die Musikakademie der Studienstiftung Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 auf: am 25. August in der eigens für das Konzert umgebauten Eishalle in Toblach, am 26. August in der Philharmonie im Gasteig in München.

Zwei ausverkaufte Konzerte in Toblach und in München, großer Applaus und viel Spiel- und Sangesfreude zeichnen den Abschluss der diesjährigen Musikakademie der Studienstiftung aus. Chor und Orchester der Musikakademie der Studienstiftung führten Samstag und Sonntag zusammen mit dem Münchner Konzertchor, Münchner Motettenchor, Maria-Ward-Chor Nymphenburg, Münchner Knabenchor, Südtiroler Vokalensemble, mit Bläsern von Südbrass und acht Solisten Mahlers 8. Symphonie auf. Bei dieser sogenannten „Symphonie der Tausend“ standen insgesamt 455 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Martin Wettges auf der Bühne und machten die Aufführung zu einer intensiven Erfahrung für das gebannte und hochkonzentrierte Konzertpublikum. In Toblach mussten die Musikerinnen und Musiker und das Publikum den Widrigkeiten des Wetters trotzen: Bei 15 °C und Regen in der überdachten, aber offenen Eishalle in Toblach, die erstmalig als Konzertort genutzt wurde, entfachte das Konzert dennoch große Begeisterung.

Die Konzerte brachten die Symphonie an Orte, mit denen Mahler intensiv verbunden ist: Im Rahmen der Gustav Mahler Musikwochen erklang es am 25. August zunächst in Mahlers künstlerischer Heimat Toblach in Südtirol, tags darauf in München, der Stadt der Uraufführung 1910.

Gustav Mahler selbst beschrieb den außerordentlichen Rang, den er seiner Achten beimaß, im Sommer 1906 mit emphatischen Worten: „Es ist gewiss das Größte, was ich gemacht habe.“ Die Größe bezieht sich dabei aber keineswegs allein auf die opulente Besetzung mit fünffachem Holz und 130 Orchestermusikern, Fernorchester, zwei großen gemischten Chören, Knabenchor und acht vokalen Solopartien. Vielmehr betrachtete Mahler dieses Werk als Opus magnum, als Bekenntniswerk, gar als seine persönliche „Messe“. Dem eigenen Empfinden nach ist sie also auch das Größte im Sinne des Ausgereiftesten, demgegenüber alle anderen Symphonien, wie er schrieb, nur „Vorstufen“ seien.

Über die Musikakademie

Seit 2011 bietet die Studienstiftung des deutschen Volkes mit der Musikakademie musikalisch begeisterten Stipendiaten und Alumni eine Plattform zum gemeinsamen Musizieren. Während der Akademiezeit in Brixen bringen sich jährlich zwischen 200 und 250 aktuelle und ehemalige Geförderte ein, von denen nicht wenige als „Jugend musiziert“-Preisträger oder Mitglieder von Landes- und Bundesjugendorchestern aktiv sind. Erarbeitet werden anspruchsvolle Werke, die in renommierten Sälen aufgeführt werden. Als Solisten und an den Stimmführerpositionen wirken Mitglieder führender Orchester und Opernhäuser mit. Die künstlerische Gesamtleitung liegt bei Martin Wettges (Südthüringisches Staatstheater Meiningen, ab November 2018 an der Norwegischen Nationaloper Oslo).

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Musikakademie der Studienstiftung

 

Stipendiatenporträt

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