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Mathias Risse für sein Engagement im McCloy-Programm mit der Daidalos-Münze ausgezeichnet

Die Studienstiftung des deutschen Volkes würdigt den herausragenden Einsatz von Mathias Risse, Direktor des McCloy-Programms sowie Professor für Human Rights, Global Affairs and Philosophy und Direktor des Carr-Ryan Center for Human Rights Policy der Harvard Kennedy School, mit einer Daidalos-Münze. Seit mehr als 20 Jahren wirkt Risse an der Auswahl der McCloy-Geförderten mit, unterstützt die Geförderten in Harvard und fungiert als Bindeglied zwischen der Harvard Kennedy School und der Studienstiftung.
Die Daidalos-Münze wurde Risse am 16. Januar durch die Generalsekretärin der Studienstiftung, Dr. Annette Julius, im Rahmen der diesjährigen Auswahl für das McCloy-Programm überreicht. Seit 2003 ist Mathias Risse Direktor des McCloy-Programms an der Harvard Kennedy School und prägt damit als Bindeglied zwischen der Harvard Kennedy School und der Studienstiftung die strategische Ausrichtung des Programms und den transatlantischen Dialog. Er fungiert als persönlicher Ansprechpartner der Geförderten und schafft unter anderem durch regelmäßige Treffen Räume für den Austausch und die Begegnung untereinander. Julius dankte Risse für sein außerordentliches Engagement und die große Sorgfalt, mit der er den Auswahlprozess begleite und sich als Ansprechpartner für die Geförderten zur Verfügung stelle. Mit seiner Fähigkeit, junge Talente zu erkennen und zu ermutigen, und seinem reflektierten sowie verantwortungsbewussten Handeln gebe er nicht nur einzelnen Lebenswegen eine entscheidende Wendung, sondern stärke auch die Qualität und internationale Ausstrahlung des Programms. Er leiste damit einen wichtigen Beitrag, dass hochmotivierte junge Menschen Verantwortung in Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und transatlantischen Beziehungen übernehmen können.
Vom Studium mit Stipendium nach Harvard
Risse studierte mit einem Stipendium der Studienstiftung Philosophie und Mathematik an der Universität Bielefeld, der University of Pittsburgh sowie der Hebrew University of Jersualem und schloss 1996 mit einem Diplom in Mathematik ab. 1995 begann er ein PhD-Studium in Philosophie in Princeton und schrieb eine Dissertation über kollektive Rationalität. Nach seiner Promotion im Jahr 2000 nahm Risse im selben Jahr eine Stelle als Assistant Professor am Department of Philosophy in Yale an. 2002 kam er nach Harvard an die John F. Kennedy School of Government, zunächst als Assistant Professor, ab 2005 als Associate Professor und ab 2010 als Professor für Philosophy and Public Policy. Seit 2018 ist er Direktor des Carr-Ryan Center for Human Rights Policy in Harvard, 2018 bis 2021 war er Lucius N. Littauer Professor für Philosophy and Public Administration, seit 2021 ist er Berthold Beitz Professor in Human Rights, Global Affairs and Philosophy an der John F. Kennedy School of Government in Harvard. Er war Gastwissenschaftler an der National University of Singapore, der New York University Abu Dhabi und der Universität Lüneburg.
Über das McCloy-Programm
Das 1983 gestartete McCloy-Stipendienprogramm ermöglicht hochqualifizierten Studierenden aller Fächer ein zweijähriges Masterstudium an der Harvard Kennedy School. Neben der Qualifizierung für künftige Führungskräfte in öffentlichen und internationalen Organisationen ist es Ziel des Programms, die transatlantische Verständigung zu fördern und die Geförderten über das Studium hinaus fortwirkend zu vernetzen. Jährlich werden bis zu sechs Stipendien vergeben.
Finanziert wird das Programm aus Mitteln des European Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, durch die Harvard University, die Haniel Stiftung, die McCloy-Stipendienstiftung und den Verein zur Förderung des McCloy-Stipendienprogramms.
Über die Daidalos-Münze
Mit der Daidalos-Münze zeichnet die Studienstiftung des deutschen Volkes seit 2013 besonders verdiente Vertrauensdozentinnen und -dozenten sowie seit 2018/2019 Kommissionsmitglieder ihrer Auswahlverfahren aus. Voraussetzungen dafür sind ein mindestens zehnjähriges Engagement im Vertrauensdozentenamt und ein überzeugend begründeter Vorschlag aus der Gefördertengruppe bzw. ein außerordentliches Engagement in der Auswahl über einen Zeitraum von mindestens zwanzig Jahren.
Die Daidalos-Münze wird nach dem Vorbild der großen Daidalos-Medaille geprägt. Die Idee und Gestaltung der Medaille geht auf Hubertus von Pilgrim (1931-2026), Professor für plastisches Gestalten an der Akademie der Bildenden Künste in München und langjähriger Vertrauensdozent, zurück.


