© Johannes Haas/Studienstiftung

Über uns / 

Aktuelles

11/09/2019

Lisa Herzog erhält Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik

© Paula Winkler

Die politische Philosophin und Alumna der Studienstiftung wird mit dem höchstdotierten deutschen Philosophiepreis ausgezeichnet, der seit 2014 von der privaten Max Uwe Redler Stiftung verliehen wird.

Lisa Herzog erhält die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Bücher „Freiheit gehört nicht nur den Reichen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus“ (2014) und „Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf“ (2019).

In ihren Arbeiten untersucht sie die Bedingungen selbstbestimmten Handelns mit Blick auf wirtschaftliche Machtverhältnisse und verknüpft wirkungsvoll wissenschaftliche Analyse und Gegenwartsdiagnosen. Weiter hob die Jury die entwaffnend undogmatische Argumentation Herzogs hervor, die auch sozialwissenschaftliche Befunde einbeziehe und so ein komplexes Verständnis von Liberalismus entwickeln helfe, das einer oft einseitigen Überbetonung des Wettbewerbs das produktive Potenzial von Kooperationen und den sozialen Charakter menschlicher Arbeit gegenüberstellt.

Lisa Herzog ist der Studienstiftung als Alumna und Dozentin verbunden: Zuletzt leitete sie 2019 gemeinsam mit Marc Reiff (University of California at Davies) auf der Sommerakademie Neubeuern eine Arbeitsgruppe zum Thema „The Role of the Economy in a Liberal Society“. Mit Studierenden und Promovierenden beleuchtete sie die Interaktion zwischen gesellschaftlichen Werten und wirtschaftlichen Institutionen und adressierte insbesondere die Frage, wie eine Gesellschaft, die sich sowohl Freiheit als auch Gleichheit zum Ziel setzt, ihr Wirtschaftsleben organisieren sollte.

Lisa Herzog arbeitet an der Schnittstelle von politischem und ökonomischem Denken. Von 2016 bis 2019 war sie Professorin für Politische Philosophie und Theorie an der Hochschule für Politik an der Technischen Universität München; seir dem Wintersemester 2019 lehrt sie an der Universität Groningen.

Der Deutsche Preis für Philosophie und Sozialethik wurde 2014 erstmals von der Hamburger Max Uwe Redler Stiftung vergeben. Seit 2019 sind der Stifterverband und die Kursbuch Kulturstiftung Kooperationspartner. Der Preis wird zukünftig alle zwei Jahre vergeben.