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09/12/2022

Leibniz-Preise 2023 an Alumna Catharina Stroppel und Alumnus Hartmut Rosa

Catharina Stroppel, Hartmut Rosa

Mit dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland für herausragende wissenschaftliche Leistungen zeichnet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Alumna Prof. Dr. Catharina Stroppel, Bonn, und Alumnus Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena/Erfurt, aus. Die Studienstiftung gratuliert ihnen herzlich zum Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2023!

Professorin Stroppel und Professor Rosa wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft aus 131 Vorschlägen für den Leibniz-Preis ausgewählt. Die insgesamt zehn Preisträger:innen erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro.

Exzellente Arbeiten in der Darstellungstheorie: Prof. Dr. Catharina Stroppel, Reine Mathematik, Universität Bonn

Für ihre exzellente Forschungsleistung in der Darstellungstheorie wird Professorin Catharina Stroppel mit dem Leibniz-Preis 2023 gewürdigt. Darstellungstheorie ist das mathematische Gebiet, das sich mit Symmetrien und ihren verschiedenen Realisierungen beschäftigt. Symmetrien sind sowohl in der Natur als auch in der Mathematik von zentraler Bedeutung.

Catharina Stroppel arbeitet in der Darstellungstheorie mit vielfältigen Verbindungen unter anderem zur Knotentheorie und zur niedrigdimensionalen Topologie.

Die 51-Jährige forscht und lehrt seit 2008 als Professorin für Mathematik an der Universität Bonn, seit 2014 wirkt sie als Stellvertretende Direktorin der Bonner Internationalen Graduiertenschule und seit 2019 als Mitglied des Senats der Universität. Stroppel studierte Mathematik und Theologie an der Universität Freiburg und wurde dort in Mathematik promoviert. Als Postdoc forschte sie in Leicester, Aarhus und Glasgow. Gastprofessuren führten sie unter anderem nach Chicago und Princeton. Stroppel ist am Bonner Exzellenzcluster für Mathematik beteiligt und erhielt 2022 eine der seltenen Einladungen, beim International Congress of Mathematicians einen Plenarvortrag zu halten. Catharina Stroppel wurde als Promotionsstipendiatin von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und engagierte sich bis 2013 als Vertrauensdozentin.

Einer der bedeutendsten Gesellschaftsdenker unserer Zeit: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Soziologie, Universität Jena und Universität Erfurt

Der Leibniz-Preis für Hartmut Rosa würdigt dessen wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet der normativ fundierten kritischen Analyse moderner Gesellschaften. Seine Beiträge zu der Frage, welche sozialen Dynamiken Möglichkeiten des guten Lebens befördern oder behindern, werden international in Wissenschaft und Gesellschaft rezipiert und diskutiert, so die DFG.

So liefere Rosa in seiner in viele Sprachen übersetzten Studie „Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“ eine umfassende, philosophisch fundierte soziologische Analyse der Dynamiken zeitlicher Beschleunigung, die moderne Gesellschaften prägen und zugleich ihre Individuen vor gewaltige Herausforderungen stellen. Hartmut Rosa gelte weit über Deutschland hinaus als einer der bedeutendsten Gesellschaftsdenker unserer Zeit, so die DFG.

Der 57-Jährige forscht und lehrt seit 2005 als Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und wirkt zugleich seit 2013 als Direktor des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt. Nach einem Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Freiburg und an der London School of Economics wurde Rosa 1997 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Nach Stationen unter anderem in Mannheim, Jena und an der New School for Social Research in New York habilitierte Rosa sich in Jena in den Fächern Soziologie und Politikwissenschaft. Rosa hatte Gastprofessuren in Paris und New York inne. Hartmut Rosa wurde als Stipendiat während seines Studiums und seiner Promotion durch die Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und ist ihr weiterhin als Vertrauensdozent verbunden.

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