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09/08/2022

Kaleidoskop des Lebens: Stipendiatinnen und Stipendiaten der Förderung Künste zeigen Filme

Salon Sophie Charlotte in der BBAW Ende Mai 2022 in Berlin: Ausschnitt aus „THE / LIFE / OF / FINE / LINES“ von Niels Weijer (© Niels Weijer, li.) und Filmscreening von Max Graus Film „[...] craving for narrative“ im Seminarraum der Studienstiftung (©Julia Apitzsch-Haack, re.) .

Aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung präsentierten beim diesjährigen „Salon Sophie Charlotte“ ein facettenreiches Kurzfilmprogramm vor 900 Gästen. Auch 2023 wird das Berliner Büro den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft mitgestalten und unter anderem Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten.

Jedes Jahr steuert die Studienstiftung während des interdisziplinären Wissenschafts-Salons der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ein Programm aus den Bereichen Internationales, Wissenschaft und Künste bei.

Zehn von der Studienstiftung geförderte Künstlerinnen und Künstler zeigten unter dem Motto „still, life is life“ Ende Mai in der BBAW, in deren Gebäude am Gendarmenmarkt das Berliner Büro der Studienstiftung seinen Sitz hat, eine Vielfalt filmischer Arbeiten – vom Spielfilm über dokumentarische Werke bis zu filmischen Umsetzungen von Tanz und Choreographie. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr Arbeiten, die sich mit der Fragilität des Lebens auseinandersetzen und Leben in seiner Vielfalt zeigte.

Die Studienstiftung dankt allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern für ihre Mitwirkung: Yalda Afsah, Nancy Brandt, Antje Engelmann, Jens Franke, Max Grau, Felix Leffrank, Pia Schmikl, Silke Schönfeld, Raphael Sbrzesny und Niels Weijer.

Hier geben wir Einblicke in Filme unserer Geförderten:

Der Filmemacher und Alumnus Jens Franke, der sich in seinen Filmen und Fotografien häufig Themenstellungen der Architektur widmet, setzt sich in seiner Arbeit „New Town“  mit der Diskrepanz von Idee und Wirklichkeit des Städtebaus am Beispiel der Shanghaier Satellitenstadt Anting New Town auseinander.

Einen Stierkampf im Süden Frankreichs dokumentiert die Künstlerin und Alumna Yalda Afsah in ihrem Film „Tourneur“ und geht dabei auf das ungleiche Verhältnis zwischen den jungen, adrenalingeladenen Teilnehmern und dem körperlich überlegenen, in die Enge getriebenen Tier ein. Afsah wurde im Studium und postgraduiert mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium der Studienstiftung gefördert.

Bewegte Körper, Choreographien  und Objekte stehen im Mittelpunkt der filmischen Arbeit des Choreografen und Alumnus Niels Weijer. In „THE / LIFE / OF / FINE / LINES” erscheint die Choreografie wie eine poetische Partitur, die die Architektur und die Umgebung liest. In Weijers Arbeit entwickelt sich der Tanz aus der Interaktion mit Objekten.

In dem autobiografischen Essayfilm „Eine Anleitung, um die Vergangenheit zu ändern“ macht sich die Filmmacherin und Alumna Antje Engelmann selbst zum Objekt ihrer Untersuchung von Erinnerung und Selbstkonstruktion. Um ihre persönliche Geschichte des Erwachsenwerdens in der verschwindenden Kultur der Donauschwaben zu erzählen, bindet sie Videomaterial des Familienarchivs ein. Engelmann wurde mit einem Karl-Schmidt-Rottluff Stipendium der Studienstiftung gefördert.