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Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2026: sieben ehemalige Geförderte für exzellente Forschung ausgezeichnet

In diesem Jahr wurden sieben ehemalige Geförderte der Studienstiftung und des Max Weber-Programms mit der wichtigsten Auszeichnung in Deutschland für Forscher:innen in einem frühen Karrierestadium ausgezeichnet.
Für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen erhalten der Computerlinguist Michael Hahn, der Literaturwissenschaftler Benjamin Loy, die Physikerin Isabel Mira Oldengott, der Mediziner Kami Alexander Pekayvaz, der Mathematiker Dominik Schmid, die Politikwissenschaftlerin Julia Schulte-Cloos sowie der Rechtswissenschaftler Luke Dimitrios Spieker den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Der mit je 200.000 Euro dotierte Preis soll exzellenten Wissenschaftler:innen in der Frühphase ihrer Karriere ermöglichen, ihre Forschungsarbeit unter günstigen Rahmenbedingungen weiter zu verfolgen und zu vertiefen. Am 11. Juni 2026 zeichnete die DFG in Berlin insgesamt zehn Preisträger:innen aus, darunter fünf ehemalige Geförderte der Studienstiftung, eine ehemalige Geförderte des Max Weber-Programms, das die Studienstiftung im Auftrag des Elitenetzwerk Bayerns durchführt, sowie ein von beiden Institutionen geförderter Alumnus.
„Mein Auslandsaufenthalt in Edinburgh hat mir neue Horizonte geöffnet und meine Forschung langfristig geprägt. Ohne die Studienstiftung wäre dies nicht möglich gewesen.“
Professor Dr. Michael Hahn forscht an der Schnittstelle von Maschinellem Lernen und Computerlinguistik. Seine Arbeit erklärt, warum auch die besten KI-Sprachmodelle weiterhin Fehler machen. Hahn wurde während seines Studiums der Mathematik in Tübingen von 2011 bis 2016 von der Studienstiftung gefördert. Seit 2022 forscht und lehrt er als Professor an der Universität des Saarlandes.
„An die Treffen mit meiner Vertrauensdozentin und den anderen Geförderten sowie die Zeit auf der Sommerakademie in Krakau erinnere ich mich gerne“, blickt Hahn auf seine Förderzeit zurück. „Mein Auslandsaufenthalt in Edinburgh hat mir neue Horizonte geöffnet und meine Forschung langfristig geprägt. Ohne die Studienstiftung wäre dies nicht möglich gewesen.“
„Ich freue mich, auch heute als Vertrauensdozent noch mit so vielen engagierten Studierenden aus den unterschiedlichsten Fächern im stetigen Austausch zu sein.“
Professor Dr. Benjamin Loy setzt in seiner Forschung die ästhetischen Merkmale von Literatur in den Kontext von Ideen-, Sozial- und Kulturgeschichte. Dabei beschäftigt er sich besonders mit lateinamerikanischer, französischer und spanischer Literatur. Loy war während seines Studiums in Saarbrücken, Berlin und Potsdam von 2008 bis 2013 Stipendiat der Studienstiftung. Seit 2024 ist er als Professor für Romanische Philologie an der LMU München tätig, wo er seit Mitte 2024 auch das Amt als Vertrauensdozent der Studienstiftung ausübt.
„Ich habe die Zeit in der Stiftung und den intellektuellen Austausch immer sehr genossen – es war für mich auch ein Ort, an dem ich viel über akademische Sozialisation und Fragen des Habitus gelernt habe. Auch der Auslandsaufenthalt in Chile, der ohne die Unterstützung der Studienstiftung nicht möglich gewesen wäre, hat sehr viel zu meiner Weiterentwicklung als Wissenschaftler beigetragen“, erinnert sich Loy. „Ich freue mich, auch heute als Vertrauensdozent noch mit so vielen engagierten Studierenden aus den unterschiedlichsten Fächern im stetigen Austausch zu sein.“
„Die Doktorandenforen waren eine tolle Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und Einblicke in andere Forschungsgebiete zu bekommen.“
Dr. Isabel Mira Oldengott hat mit ihrer Forschung an der Schnittstelle zwischen Kosmologie und Teilchenphysik früh auf sich aufmerksam gemacht, insbesondere mit ihren Beiträgen zur Untersuchung der Eigenschaften von Neutrinos. Für ihre Promotion an der Universität Bielefeld wurde sie von 2015 bis 2017 von der Studienstiftung gefördert. In Bielefeld ist sie seit 2024 in einem Sonderforschungsbereich tätig.
„Die Studienstiftung hat meine Promotion überhaupt erst möglich gemacht und damit auch die Grundlage für meine Laufbahn in der Forschung gesetzt. Sie hat mir durch verschiedene Forschungsaufenthalte geholfen, ein wissenschaftliches Netzwerk aufzubauen, von dem ich auch heute noch profitiere“, sagt Oldengott rückblickend auf ihre Förderzeit. „Die Doktorandenforen waren darüber hinaus eine tolle Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen und Einblicke in andere Forschungsgebiete zu bekommen.“
„Die Förderung der Studienstiftung ermöglichte mir eine umfassende Vernetzung mit ähnlich motivierten Studierenden aus demselben und anderen Fachbereichen.“
Dr. Kami Alexander Pekayvaz ist Arzt in der Klinik für Kardiologie und verbindet als Wissenschaftler in seinem Labor Grundlagenforschung mit translationaler Forschung und nutzt dabei moderne Methoden zur Immunanalyse sowie in-vitro- und in-vivo-Krankheitsmodelle. Pekayvaz wurde während seines Medizinstudiums in München von 2014 bis 2019 von der Studienstiftung gefördert. Am LMU Klinikum München leitet er seit 2025 eine Nachwuchsgruppe des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung.
„Die Förderung durch die Studienstiftung hat mir sehr viel bedeutet, da sie mich schon früh in meiner akademischen Motivation und Leistungsfähigkeit bestärkte. Außerdem ermöglichte sie mir eine umfassende Vernetzung mit ähnlich motivierten Studierenden aus ganz verschiedenen Fachbereichen“, blickt Pekayvaz zurück.
„Einen besonderen Einfluss auf meinen akademischen Werdegang hatte mein Vertrauensdozent, der mich auf dem Weg in die Postdoc-Phase entscheidend bestärkte.“
Juniorprofessor Dr. Dominik Schmid entwickelt auf dem Gebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie neue Techniken und Methoden, indem er Ideen aus verschiedenen mathematischen Bereichen kombiniert. Er wurde von 2014 bis 2018 durch das Max Weber-Programm gefördert und erhielt für seine Promotion in Mathematik an der TU München von 2018 bis 2021 ein Promotionsstipendium der Studienstiftung. Seit 2025 ist er Juniorprofessor an der Universität Augsburg.
„Durch die Förderung der Studienstiftung konnte ich während der Promotion erste Forschungsaufenthalte umsetzen, aus denen über die Jahre hinweg zahlreiche Fachartikel hervorgingen und auch meine erste Postdoc-Stelle zustande kam“, erinnert sich Schmid. „Einen besonderen Einfluss auf meinen akademischen Werdegang hatte außerdem mein Vertrauensdozent Professor Johannes Kollmann, der mich auf dem Weg in die Postdoc-Phase entscheidend bestärkte. Auch die Sommerakademie in St. Johann ist mir besonders in Erinnerung geblieben – zu dem damaligen Arbeitsgruppenthema forsche ich mittlerweile selbst intensiv.“
„Das Stipendium hat es mir ermöglicht, mein Masterstudium in Oxford abzuschließen, und mir damit meinen weiteren wissenschaftlichen Weg hin zur Promotion geebnet.“
Juniorprofessorin Dr. Julia Schulte-Cloos nutzt digitale Verhaltensdaten und innovative Studiendesigns sowie KI-gestützte Analysemethoden, um aktuellen politikwissenschaftlichen Fragestellungen nachzugehen. Sie wurde während ihres Studiums in München von 2013 bis 2016 durch das Max Weber-Programm gefördert.
„Das Stipendium hat es mir ermöglicht, mein Masterstudium in Oxford abzuschließen und mir damit meinen weiteren wissenschaftlichen Weg hin zur Promotion geebnet“, sagt Schulte-Cloos. „Außerdem konnte ich durch die Förderung bereits während des Masterstudiums an einer ersten Konferenz teilnehmen, was mich für meinen weiteren akademischen Weg bereichert und ermutigt hat.“
„Über meine gesamte Förderung hinweg war mein Verhältnis zur Studienstiftung von grundlegendem Vertrauen und individueller Flexibilität geprägt. Es ging immer darum, meine Zukunftspläne zu ermöglichen.“
Dr. Luke Dimitrios Spieker forscht zu verfassungsrechtlichen Grundlagen des Europäischen Rechts sowie zu Themen wie der Transformation von Staatsangehörigkeitsrechten und LGBTQ*-Rechten in Europa. Seine Expertise in europarechtlichen Grundfragen ist bei vielen öffentlichen Institutionen gefragt. Die Studienstiftung förderte ihn von 2015 bis 2021 während seines Studiums an der HU Berlin und der anschließenden Promotion am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, wo er auch heute noch forscht. Zudem ist es als Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg DynamInt an der HU Berlin tätig.
„Über meine gesamte Förderung hinweg war mein Verhältnis zur Studienstiftung von grundlegendem Vertrauen und individueller Flexibilität geprägt. Es ging immer darum, meine Zukunftspläne zu ermöglichen. Dazu gehörte unter anderem ein Studium in Berlin, Paris und London – Phasen, in denen die zentralen Weichen für meine heutigen Forschungsschwerpunkte gestellt wurden“, blickt Spieker auf seine Förderzeit zurück. „Das Promotionsstipendium erlaubte mir im Anschluss eine enorme Freiheit, mich voll auf meine Forschung zu konzentrieren. Häufig unterschätzt man, was es für die Qualität der Forschung bedeutet, sich ungestört über längere Zeit einem Projekt widmen zu können. Das macht die Studienstiftung möglich.“
Wir freuen uns mit unseren ehemaligen Geförderten und gratulieren ihnen sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!


