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20/07/2026

Drei Vertrauensdozent:innen für außergewöhnliches Engagement mit der Daidalos-Münze ausgezeichnet

links oben: v.l.n.r. Dr. Marco Cristalli, Michelle Müller, Prof. Dr. Maike Susann Petersen, Prof. Dr. Ansgar Büschges; links unten: Prof. Dr. Susanne Wittekind; rechts: Prof. Dr. Günter Quast und Prof. Dr. Beate Ditzen

Wer Stipendiatinnen und Stipendiaten über viele Jahre hinweg begleitet, ihnen zuhört, Orientierung gibt und sie auch in schwierigen Phasen verlässlich unterstützt, prägt oft weitaus mehr als nur ihren Studienverlauf. Für dieses außergewöhnliche Engagement zeichnete die Studienstiftung des deutschen Volkes im Juni und Juli diesen Jahres gleich drei langjährige Vertrauensdozent:innen mit der Daidalos-Münze aus: Professorin Dr. Maike Susann Petersen (Philipps-Universität Marburg), Professorin Dr. Susanne Wittekind (Universität Köln) und Professor Dr. Günter Quast (Karlsruher Institut für Technologie).

Die Auszeichnung mit der Daidalos-Münze geht auf Vorschläge von Geförderten an den jeweiligen Hochschulstandorten zurück. Ausgezeichnet wurden Vertrauensdozent: innen, die ihre Geförderten mit großer Offenheit, Verlässlichkeit und persönlicher Zugewandtheit begleiten, zu individuellen Wegen ermutigen und den Austausch unter den Geförderten an den Hochschulstandorten stärken. Mit der Daidalos-Münze würdigt die Studienstiftung dieses langjährige Engagement.

Professorin Dr. Maike Susann Petersen begleitet seit 2008 die Geförderten der Studienstiftung in Marburg, seit 2010 als federführende Vertrauensdozentin. Die Professorin für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie, heute vor allem für ihre Forschung an pflanzlichen Sekundärstoffen bekannt, wurde von 1984 bis 1986 im Rahmen ihrer Promotion von der Studienstiftung gefördert. Anschließend habilitierte sie sich in Düsseldorf und erhielt eine Vertretungsprofessur in Halle-Wittenberg, bevor sie 1997 als Professorin nach Marburg berufen wurde. In ihrem Nominierungsschreiben für die Auszeichnung mit der Daidalos-Münze würdigten die Geförderten das außergewöhnlich persönliche Engagement einer Vertrauensdozentin, die sich immer Zeit für ihr Gegenüber nahm, aufmerksam zuhörte und auch in schwierigen Lebenssituationen Orientierung gab. Regelmäßige Stammtische und persönliche Gespräche hätten über viele Jahre eine Gemeinschaft entstehen lassen, die weit über die eigentliche Förderzeit hinaus Bestand habe. 

Innerhalb der Studienstiftung engagierte sich Petersen seit vielen Jahren in besonderem Maße, unter anderem als Gutachterin, Kommissionsmitglied und Dozentin. Bereits 2025 wurde sie mit einer Daidalos-Münze für ihre langjährige Mitwirkung als Kommissionsmitglied im Rahmen von Auswahlseminaren der Studierendenauswahl ausgezeichnet. Da Petersen zum Wintersemester 2026/27 ihre Ämter aus Altersgründen niederlegen wird, ist die erneute Ehrung Ausdruck der besonderen Wertschätzung und Dankbarkeit, die ihr sowohl von ihren Geförderten als auch von der Studienstiftung für ihr jahrzehntelanges Wirken entgegengebracht wird.

Die Daidalos-Münze für ihr Wirken als Vertrauensdozentin wurde ihr am 17. Juni 2026 im Rahmen einer Feierstunde in Marburg durch Prof. Dr. Ansgar Büschges, Vizepräsident der Studienstiftung, überreicht.

Professorin Dr. Susanne Wittekind, Professorin für mittelalterliche Kunstgeschichte an der Universität Köln, engagiert sich seit 2006 als Vertrauensdozentin der Studienstiftung. Die Studienstiftung kennt sie jedoch nicht erst aus ihrer Zeit als Vertrauensdozentin: Bereits im Rahmen ihres Studiums war sie von 1985 bis 1989 und erneut während ihrer Promotion von 1991 bis 1992 selbst Stipendiatin der Studienstiftung. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Tübingen und München sowie Promotion und Habilitation wurde sie 2002 auf die Professur für mittelalterliche Kunstgeschichte an der Universität zu Köln und vier Jahre später als Vertrauensdozentin berufen.   

In ihrer Würdigung beschreiben die Geförderten Wittekind als Vertrauensdozentin, die ihre Geförderten mit klugen Fragen, ehrlichem Interesse und großer Wertschätzung begleitet. Ihre Offenheit, ihr Humor und ihre Fähigkeit, Menschen für neue Perspektiven zu begeistern, seien prägend; mit Exkursionen, Gesprächen und Begegnungen habe sie einen lebendigen Ort des fachübergreifenden Austauschs geschaffen. 

Die Daidalos-Münze wurde ihr am 26. Juni 2026 ebenfalls von Professor Dr. Ansgar Büschges, Vizepräsident der Studienstiftung und gleichzeitig federführender Vertrauensdozent der Universität Köln, verliehen.

Professor Dr. Günter Quast ist seit 2003 Vertrauensdozent und seit 2013 federführender Vertrauensdozent am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der renommierte deutsche Experimentalphysiker wirkt seit vielen Jahren an internationalen Teilchenphysik-Experimenten mit. Bevor ihn wissenschaftliche Stationen unter anderem an das CERN, das DESY und die Universität Mainz führten, promovierte er 1988 im Fach Physik an der Universität Siegen. Die Studienstiftung förderte zwischen 1983 und 1988 sowohl seine Studien- als auch seine Promotionszeit. Mehrere Generationen von Geförderten des KIT verbinden ihre Stipendienzeit mit Quasts außergewöhnlichen Einsatz: Hervorgehoben wurden in der Würdigung der Geförderten seine außerordentliche Hilfsbereitschaft und sein beeindruckender persönlicher Einsatz für jede und jeden Einzelnen. Gleichzeitig bereichere Quast das studentische Miteinander durch die Organisation von Exkursionen und die Vernetzung der Hochschulen in der Region. Mit großer Selbstverständlichkeit übernehme er Verantwortung für die Weiterentwicklung der Förderung, sowohl vor Ort als auch überregional.

Sein außergewöhnlicher Einsatz wurde am 8. Juli 2026 in Karlsruhe mit der Überreichung der Daidalos-Münze durch Vorstandsmitglied Beate Ditzen gewürdigt.

Über die Daidalos-Münze

Mit der Daidalos-Münze zeichnet die Studienstiftung des deutschen Volkes seit 2013 besonders verdiente Vertrauensdozentinnen und -dozenten sowie seit 018/2019 Kommissionsmitglieder ihrer Auswahlverfahren aus. Voraussetzungen dafür sind ein mindestens zehnjähriges Engagement im Vertrauensdozentenamt und ein überzeugend begründeter Vorschlag aus der Gefördertengruppe bzw. ein außerordentliches Engagement in der Auswahl über einen Zeitraum von mindestens zwanzig Jahren.

Die Daidalos-Münze wird nach dem Vorbild der großen Daidalos-Medaille geprägt. Die Idee und Gestaltung der Medaille geht auf Hubertus von Pilgrim (1931-2026), Professor für plastisches Gestalten an der Akademie der Bildenden Künste in München und langjähriger Vertrauensdozent, zurück.

Imageflyer: Aus Begabung Zukunft machen. Die Studienstiftung auf einen Blick

Wir fördern junge Menschen, die ihr Leben mit Neugier und Begeisterung gestalten, erfolgreich studieren und forschen und deren Begabung und Persönlichkeit besondere Leistungen im Dienst der Allgemeinheit erwarten lassen.

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