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Auswahl für Studierende: Neue Zugangswege für Geflüchtete

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Erstmals wurden in der Auswahlsaison 2017/2018 zwei zusätzliche Zugangswege für geflüchtete Studierende erprobt: Diese konnten aus fachlichen oder sprachlichen Vorbereitungskursen an ihren Hochschulen heraus vorgeschlagen werden oder sich mit einem herausragenden Ergebnis im Test für Ausländische Studierende selbst bewerben.

In den vergangenen Jahren hat die Studienstiftung eine Reihe von Aktivitäten und Maßnahmen ergriffen, um die Zugangswege zu ihrer Förderung zu diversifizieren und diese unabhängiger von der Bildungsherkunft der potenziellen Bewerberinnen und Bewerber zu gestalten. Neben der im Jahr 2010 eingeführten Selbstbewerbung, einem stipendiatischen Botschafterprogramm sowie regelmäßigen Kommissionsschulungen wurde nicht zuletzt die Kooperationen mit verschiedenen Partnerorganisationen ausgebaut, um unterrepräsentierte Gruppen besser zu erreichen – darunter die START-Stiftung, Talent im Land Bayern, Talent im Land Baden-Württemberg, Grips gewinnt, das Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma, das NRW-Zentrum für Talentförderung und andere mehr.

Neu in dieser Auswahlsaison war die Eröffnung eines Zugangswegs für Studierende mit einer rezenten Fluchtgeschichte: Die Mehrzahl aus dieser Gruppe kommt aktuell zum Studium in Deutschland nicht über den Besuch einer regulären Sekundarschule, sondern aufgrund von Vorqualifikationen im Heimatland oder über Brückenkurse an den Hochschulen. Um auch diesen Studierenden eine faire Chance auf eine frühzeitige Förderung durch die Studienstiftung einzuräumen, hat die Studienstiftung erstmalig Programmleitungen der vom DAAD geförderten „Integra“-Sprach- und Studienvorbereitungskursen ein Vorschlagsrecht für die Teilnahme am Auswahlverfahren der Studienstiftung eingeräumt sowie die besten Absolventinnen und Absolventen des TestAS (Test für Ausländische Studierende) für Geflüchtete zu einer Bewerbung eingeladen.

99 Studierende oder Studienaspirantinnen und -aspiranten bewarben sich über einen dieser beiden neuen Zugangswege. In die Förderung aufgenommen wurden 28 von ihnen, darunter 25 syrische Staatsangehörige. Die beteiligten Auswahlkommissionsmitglieder zeigten sich einhellig begeistert von den häufig hervorragenden Deutschkenntnissen, den beeindruckenden intellektuellen Fähigkeiten sowie der hohen Motivation der Bewerberinnen und Bewerber. Von den 28 Aufgenommenen haben zwanzig bereits ein Studium begonnen. Die meisten von ihnen studieren an den Fakultäten Medizin und Gesundheitswissenschaften (11 Personen), gefolgt von den Ingenieurwissenschaften (7 Personen) und Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften (2 Personen). Einen der über das neue Verfahren gewonnenen Stipendiaten portraitiert die Universität Bochum auf ihrer Homepage.

Stipendiatenporträt

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