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06/12/2018

Ausgezeichnet: Drei Alumni der Studienstiftung erhalten Leibniz-Preis 2019

Die Studienstiftung gratuliert ihren Ehemaligen zur Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Forschungspreis. Insgesamt zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich über den Preis freuen, der jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vergeben wird.

Mit dem Soziologen Andreas Reckwitz von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, wird einer „der führenden und originellsten Gesellschaftsdiagnostiker der Gegenwart“ ausgezeichnet, wie es in der Preisentscheidung der DFG heißt. Reckwitz ist auch einer breiteren Öffentlichkeit durch seine Analysen gesellschaftlicher Veränderungsprozesse bekannt, die er zuletzt in dem 2017 erschienenen „Gesellschaft der Singularitäten“ darlegte. Darin zeichnet er die Entwicklung von einer Industriegesellschaft zu einer Ökonomie des Wissens und der Kultur nach, in der es gelte, sein „Singularitätskapital“ zu mehren.

Die Ehemalige Melina Schuh, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, erforscht die Reifeteilung von Eizellen und entwickelte unter anderem ein Verfahren zur gezielten Manipulation der Gen-Ausprägung. Damit können einzelne Proteine in Eizellen ausgeschaltet und so ihre genauen molekularen Funktionen bei der Reifeteilung bestimmt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlagen bilden, um „in Zukunft neue Ansätze für die Behandlung von Fruchtbarkeitsverlusten und Erbkrankheiten“ zu entwickeln.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Michèle Tertilt, Universität Mannheim, erhält den Leibniz-Preis für ihre Arbeiten zum Einfluss von „Geschlechterrollen und Familienstrukturen auf wirtschaftliches Wachstum, Investitionen in Humankapital und ökonomische Entwicklung“. Damit eröffnet sie neue Perspektiven innerhalb ihres Faches und prägt darüber hinaus auch gesellschaftlich aktuelle Debatten zu wirtschaftspolitischen Fragen.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis gilt als der wichtigste deutsche Forschungspreis und ist mit je 2,5 Millionen Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019 wurden aus insgesamt 122 Vorschlägen ausgewählt.

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